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Zusammenfassung

Im ersten Aphorismus ist für den Arzt im Felde die einfachste, und heste Furunkelbehandlung beschrieben. Es werden aber häufig Fälle vorkommen, wo der erste Furunkel bereits in seiner Nachbarschaft neue Furunkel erzeugt hat. Dies geschieht am leichtesten dort, wo die Haut sich an der Kleidung reibt, z. B. im Nacken unter der Halsbinde, oder wo Hautfalten aneinander reiben, wie bei den Hinterbacken. Auch der kratzende Nagel überimpft die Eiterkokken und damit die Furunkel an entfernte Stellen (Gesicht. Bart, behaarter Kopf). Die immer auf diese Weise durch äussere Verschleppung entstehende „Furunkulose“ ist nie das Zeichen einer Bluterkrankung und wird nie durch sogenannte „Blutreinigungsmittel“, d. h. Abführmittel geheilt. Der einzige Blutbestandteil, der das Haften der Kokken in der Haut erleichtert, der Zucker, kommt nur bei Diabetes, also kaum im Felde, in Betracht. Aber es gibt andererseits einige Mittel, die auf dem Blutwege den Ablauf der furunkulösen Entzündung abkürzen, wie Hefe und Schwefelkalzium.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1917

Authors and Affiliations

  • P. G. Unna

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