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Zusammenfassung

Gegen Gewalt muß jeder Inhaber und Besißer geshützt warden,28) mithin auch der Miether, obwoht mit Gewalt abzuwehren, wenn die Hülfe des Staates zu spät kommen würde, um einen enerseßlichen Verlust abzuwehren.29) Wer also von dieser Selbsthülfe Gebrauch machen mill, muß event. Später den Rachweis führen, daß es ihm in der Zeit zwischen der ihm widerfahrenen Geawlt und dem Anrufen des Staatsschußes zu verhindern und daß dieser Verlust ein unerseßlicher gewesen sein würde. Zu solchen Grwägungen ist man freilich bei derartigen moistens unvermutheten Angriffen auf das Besitzrecht und der dadurch verursachten Anfregung nicht gerade geneigt, es empsiehlt sich aber gegeüber den unliebsamen Folgen einer ungeseßlichen Handlung sowohl für den Vermiether als für den Miether einen unberheiligten, ruhigen Mann herbeizursen und dessen Ansicht zu vernehmen, bevor Gewalt und Selbsthülse zur Anwendung kommen. Ginen Polizeibeamten als vorläufigen Schiedsrichter zu nehmen, ist wohl zulässig, dieser Beamte muß scih aber dann nur davor hüten, seine Befugnisse und Pflichten als Wächter der Ruhe, Sicherheit und Ordnung und der ihm augenblicklich übertragenen und frieiwillig zu übernehmenden Rolle des ruhigen Vermittlers zu verwechseln. Denn in die eigentlichen Miethsftreitigkeiten darf sich die Polizei nicht einmischen.30)

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1885

Authors and Affiliations

  • C. Parey

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