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Die Rechtserkenntnis und die einzelnen Disziplinen des akademischen Unterrichts

  • B. Erwin Grueber

Zusammenfassung

Die Entwicklung der deutschen Rechtswissenschaft steht in innigem Zusammenhang mit dem Studium des römischen Rechtes im Abendland. Wenn auch die justinianischen Rechtsbücher nach Wiedereroberung des Landes — durch Belisar 554 — in Italien eingeführt und dort seit jener Zeit immer einigermaßen in Geltung geblieben sind, so ist doch das römische Recht erst seit dem 12. Jahrhundert, hauptsächlich an der Rechtsschule zu Bologna, Gegenstand eingehender wissenschaftlicher Bearbeitung geworden. Ausgehend von dem dem ganzen Mittelalter gemeinsamen Glauben an die verbindende Kraft des Corpus iuris civilis al seines Kaiserrechts haben die Rechtslehrer jener Zeit, die sog. Glossatoren, es sich zur Aufgabe gemacht, die einzelnen Bestimmungen der Digesten, des Koder, der Institutionen und der Kovellen Stelle für Stelle durch erläuternde Anmerkungen zu einzelne Worten und Wortverbin-durgen zu erklären. Durch diese ihre Erklärungen ist der abendländischen Welt das Verständnis des jrstinianischen Rechts zum erstenmal erschlossen worden. Da aber die von den verschiedenen Glossatoren herrührenden Glossen trotz aller Übereinstimmung vielfach voneinander abwichen so übernahm es um die Mitte des 13.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1922

Authors and Affiliations

  • B. Erwin Grueber
    • 1
  1. 1.Universität MünchenMünchenDeutschland

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