Über die Ursachen der Verquellung der kollagenen Fasern bei der hyperergischen Entzündung (Arthussches Phänomen) pp 552-574 | Cite as
Über die Ursachen der Verquellung der kollagenen Fasern bei der hyperergischen Entzündung (Arthussches Phänomen)
Zusammenfassung
Das Arthussche Phänomen stellt die lokale Reaktion eines hoch-sensibilisierten Tieres auf die sub- bzw. intracutane Injektion des spezifischen Antigens dar. Klinisch ist das Wesentlichste der rasche Ablauf und die Heftigkeit der Erscheinungen, die über die verschiedenen Stufen der Entzündung bis zur Nekrose des zentralen Gebietes ablaufen. Das morphologische Bild ergibt Gefäßsperre, hochgradige Verquellung der kollagenen Bindegewebsfasern im Zentrum, Ödem und leukocytäre Reaktion in der Peripherie des Injektionsgebietes. Die experimentellen und mikroskopischen Untersuchungen von Arthus und Breton, Rössle, Gerlach, Opie u. a. über diese lokale hyperergische Entzündung haben mit der mikroskopischen Sichtbarkeit ihre Grenze gefunden. Physikochemisch ist die Form der Wasserbindung — Ödem der Zwischensubstanz und Verquellung der kollagenen Fasern — von größtem Interesse. So will die vorliegende Arbeit versuchen, ein Einzelsymptom im Bilde der lokalen Anaphylaxie von der Seite der physiko-chemischen Forschungsrichtung aus zu klären. Die Klärung der Ätiologie und der Pathogenese der Verquellung der kollagenen Bindegewebsfasern im Zentrum des Reaktionsbezirkes, die „wohl zu unterscheiden von dem wiederum in der Peripherie auftretenden Ödem” ist, soll versucht werden2.
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