Zusammenfassung

Seit der 1948 erfolgten Mitteilung von Palmer und Lacomme über die erfolgreiche operative Behandlung einer béance de l’isthme utérin und dem davon unabhängigen Bericht von Lash und Lash im Jahre 1949 über eine Operationstechnik zur Beseitigung des incompetent internal os of the cervix ist das Schrifttum über diese Schwangerschaftskomplikation auf eine nur noch schwer überschaubare Zahl entsprechender Veröffentlichungen angewachsen. Deshalb sei eingangs zu den weiteren Ausführungen zunächst zusätzlich nur noch die Mitteilung von Shirodkar aus dem Jahre 1954 erwähnt, der die durch eine isthmo-cervicale Insuffizienz ausgelösten habituellen Aborte, im Gegensatz zu den erstgenannten Autoren, nicht durch eine operative Korrektur vor Schwangerschaftseintritt, sondern erst während der Gravidität zu verhindern versuchte. Ein intensiveres Literaturstudium klärt rasch darüber auf, daß es eine einheitliche Auffassung über die Ätiologie, die Definition und Diagnose des pathologischen Geschehens ebenso wenig gibt wie über den günstigsten Zeitpunkt der Therapie und die zweckmäßigste Behandlungsart. Die Meinungen reichen von der Vorstellung einer diagnostisch und therapeutisch in gleicher Weise klar umrissenen Komplikation bis hin zur Frage, ob dieser dem Verlauf nach homogenen Gruppe von habituellen Aborten im zweiten Schwangerschaftsdrittel überhaupt ein Krankheitsbild sui generis zugrunde liegt, das einer besonderen operativen Behandlung bedarf.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1969

Authors and Affiliations

  • H. Wimhöfer
    • 1
  1. 1.Universitäts-Frauenklinik Freiburg i. Br.Deutschland

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