Über den Eiweißgehalt des Pferdeserums (N x 6, 25) und seine Hauptbestandteile unter verschiedenen individuellen Bedingungen pp 391-403 | Cite as
Über den Eiweißgehalt des Pferdeserums (N x 6, 25) und seine Hauptbestandteile unter verschiedenen individuellen Bedingungen
Zusammenfassung
Die Mengenverhältnisse der bis heute definierbaren Eiweißkomponenten im Blutserum von normalen Pferden sind bekannt. Zahlreiche Autoren, wie Abderluilden,Howe, v. Deseö, P. Luy u. a. (1) (9) (6) (12), haben gezeigt, daß schon unter normalen Verhältnissen die verschiedenen Eiweiße des Serums von Fall zu Fall anteilmäßig variieren. Unter pathologischen Umständen ändert sich an dieser Tatsache im wesentlichen nichts (12), jedoch machen sich je nach Art und Intensität des pathologischen Zustandes Anteilverschiebungen unter den Eiweißgruppen bemerkbar, die sich, wenn auch nicht immer größenmäßig vergleichbar, ziemlich konstant wiederholen und es uns u. U. ermöglichen, gewisse Schlüsse auf das Krankheitsgeschehen zu ziehen, sowie therapeutisch zu verwerten. Die Aufgabe der vorliegenden Untersuchungen war es, das anteilmäßige Vorkommen der sogenannten Howe schen Eiweißfraktionen des Serumglobulins, das der übrigen Serumeiweiße, des Reststickstoffs und des Polypeptidstickstoffs bei Pferden der hiesigen chirurgischen Tierklinik zu ermitteln und die Werte vor der Operation denen nach dem Eingriff gegenüberzustellen. Gleichzeitig sollte die von R. O. Bowman (3) veröffentlichte Schnellbestimmungsmethode mit der Mikro-Kjeidahl-Methode nach Howe (9), die sich bisher als zuverlässig erwiesen hat, verglichen werden. Nachdem die refraktometrische Methode der Eiweißbestimmung von v. Deseö (6) sowie auch von Luy (12) abgelehnt werden mußte, besonders wo es sich um Abweichungen von den normalen Verhältnissen im Serum handelt, schien es von Wert zu sein, die nephelokolorimetrische Methode nach Bowman hier zu versuchen.
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