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Zusammenfassung

Altes Recht — in engem Zusammenhang mit Religion — ist formgebunden. Nur förmliches, rituelles Handeln erzeugt Rechtswirkungen. Die Form ist nicht äußere Zutat, sondern wohnt den Akten inne, drückt symbolisch ihren Inhalt aus. Vorzüglich durch Gebärden: Ergreifen einer Person oder Sache, man-cipere; festucam (vindictam) imponere; unter den Mantel nehmen. — Worte wirken nur durch die Zauberkraft feierlicher Spruchformen „Spondesne? Spondeo“, nur so lautet die den römischen Bürgern vorbehaltene Stipulation. „Ein Mann ein Wort“ ist daher nicht Ausdruck für Formfreiheit, sondern für Formgefahr. — Solennitätszeugen treten hinzu, geistliche oder weltliche Behörden wirken mit, bekunden das Interesse der Allgemeinheit am Rechtsakt und dienen zugleich der öffentlichen Kenntnis.

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Copyright information

© Springer-Verlag Wien 1966

Authors and Affiliations

  • Franz Gschnitzer
    • 1
  1. 1.Universität InnsbruckInnsbruckÖsterreich

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