Zusammenfassung
Der Werkzeugfabrikant muß den von ihm verwendeten Rohstahl in die gewünschte Werkzeugform überführen. Da der Stahl zum Schmieden erhitzt werden muß, so können auch hierbei, wie beim Walzen des Gußblocks, durch falsche Temperaturen grobkörnige Bruchflächen sowie entkohlte Oberflächen auftreten und durch fehlerhaftes Strecken auch Falten usw. entstehen. Außerdem werden sich die meisten Fehler, die in einem Gußstahlblock vorhanden sind oder diesem durch die weitere Bearbeitung (Walzen usw.) einverleibt worden sind, auch zeigen, wenn der zu Stangen ausgewalzte Stab für die Herstellung von Werkzeugen in der Schmiedewerkstatt weiter behandelt wird. Manche Fehler im Rohstahl können zwar durch einen geübten Schmied beseitigt werden, aber für die während des Schmiedens entstehenden Fehler gibt es gewöhnlich kein Heilmittel mehr. Wenn auch die Stahl- und Walzwerke meist vielfach vorgeschmiedete Schmiedestücke in allen Formen für Werkzeuge liefern, so ist doch noch vielfach ein nachträgliches Schmieden nötig, und es ist dann ganz besonders auf die Erfüllung der beiden folgenden Bedingungen Wert zu legen:
- 1.
Anwendung zweckmäßiger Temperaturen von Anfang bis Ende der Schmiedearbeit, und zwar sind diese Temperaturen von der Art des zu bearbeitenden Stahls abhängig zu machen.
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