Festschrift der Technischen Hochschule Stuttgart pp 460-475 | Cite as
Der Nordrand der Vereisung im oberschwäbischen Rißgebiet
Zusammenfassung
Das nördliche Oberschwaben wird bisher in den geographisch-landeskundlichen Arbeiten vielfach zu einfach dargestellt. Hassert deutet zwar eine gewisse stärkere landschaftliche Gliederung in seiner Beschreibung Württembergs an, betont aber schließlich doch nur das Vorherrschen der Altmoränen-Landschaft, so daß die Unterschiede der Einzelgebiete zu stark zurücktreten1). Noch stärker ist das, wenigstens kartographisch, der Fall bei Gradmann, der in seiner bekannten Karte der landschaftlichen Gliederung Württembergs das nördliche Oberschwaben etwa mit einer Linie Saulgau—Buchau—Waldsee—Wurzach—Leutkirch beginnen läßt, es aber nicht weiter aufteilt2). In Wirklichkeit bestehen jedoch erhebliche Unterschiede der verschiedensten Art zwischen den einzelnen Unterabschnitten.
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Literatur
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- 3).Kracss a. a. 0. 4) a. a. 0. S. 78.Google Scholar
- 4).Die beste I bersicht des ganzen in Frage kommenden Gebietes bietet UI. 41 Ehingen der topographischen Karte 1:50000 von Württemberg, daneben Blatt 634 Biberach der Reichskarte 1:100000.Google Scholar
- 1).Vgl. Blatt 41 Ehingen der geol. Karte 1:50000 von Württemberg.Google Scholar
- 1).Vgl. zum folgenden Blatt 148 Warthausen der württ. topographischen Karte 1:25000.Google Scholar
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- 3).Auf Abb. 1 versehentlich als Albersweiler bezeichnet.Google Scholar
- 4).Schar a. a. O. erwähnt von Alberweiler auch Moräne. Auf welchen Aufschluß sich seine Angabe bezieht, ist nicht genau angegeben.Google Scholar
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- 1).Vgl. zum folgenden Blatt 137 Ehingen der württ. topographischen Karte 1:25000.Google Scholar
- 1).Vgl. zum folgenden Blatt 138 Laupheim der wiirtt. topographischen Karte 1:25000.Google Scholar
- 2).In Anschluß an seine Untersuchung des Donaugebietes, a. a. O.Google Scholar
- 3).a. a. O. S. 78. 4) a. a. O. S. 79. 3) a. a. O. S. 13.Google Scholar
- 1).Auf Abb. 1 versehentlich als Birkenhardt geschrieben.Google Scholar
- 2).Vgl. zum folgenden Blatt 148 \Varthausen der wiirtt. topographischen Karte 1:25000.Google Scholar
- 3).a. a. O. S. 79. 4) a. a. O. S. 12.Google Scholar
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- 6).Vgl. BI. 137 Ehingen der wiirtt. topographischen Karte 1:25000.Google Scholar
- 1).Dieses Tal ist demnach zweifellos im Gegensatz zu Krauss doch z. T. als ein peri-glaziales Randtal aufzufassen.Google Scholar
- 2).a. a. O. S. S. 3) a. a. O. S. 77. 4) Vgl. „Alpen im Eiszeitalter“, S. 410.Google Scholar
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- 2).a. a. O. S. 78. 3) a. a. O. S. 22ff. 4) Vgl. a. a. O. S. 23.Google Scholar
- 1).Vgl. SCiTaD a. a. O. S. 77. 2) a. a. O. S. 76.Google Scholar
- 3).Vgl. „Alpen im Eiszeitalter“ S. 399.Google Scholar
- 1).Das Hauptmoment in der Ausgestaltung des Munderkinger Beckens möchte ich dabei in der Tätigkeit des Eisschmelzwasser aus der Richtung von Emerkingen und Hundersingen sehen, die dabei die Donau gegen ihren nördlichen Talhang abdrängten.Google Scholar