Joseph Fraunhofer und Sein Optisches Institut
Zusammenfassung
Die Familie Fraunhofer stammt, nach Ausweis eines vorhandenen Stammbaumes, aus Miesbach in Oberbayern, von wo Anfang des 18. Jahrhunderts 2 Söhne eines N. Fraunhofer nach Straubing auswanderten, deren einer, Franz, als Bürger und Glaser dort gestorben (1729) und im Friedhof St. Peter beerdigt, urkundlich erwähnt wird; St. Peter blieb in der Folgezeit die Grabstätte aller Mitglieder der Familie Fraunhofer in Straubing; Caspar, der dritte Bruder der schon genannten zwei, welcher in Miesbach als Wirt geblieben war, hatte in erster Ehe einen Sohn Johann Michael, der wieder als Bürger und Glasermeister zu Straubing nachgewiesen ist; aus dessen zweiter Ehe mit Maria Anna stammen 8 Kinder (4 Söhne, 4 Töchter); das letzte und jüngste dieser war unseres Fraunhofer Vater Franz Xaver, geboren am 16. Januar 1743; aus dessen zweiter Ehe mit Anna Maria geb. Fröhlich entsprossen 5 Söhne und 6 Töchter, die aber fast alle frühzeitig starben, so daß beim Tode des Vaters am 12. Juni 1798, in dessen 56. Lebensjahre — die Mutter starb schon am 5. Juni 1797, 54 Jahre alt — nur 4 Kinder als Erben vorhanden waren: die 30 jährige Maria Anna Viktoria, die 20 jährige Marianne Elisabetha, die 13 jährige Anna Theresia und als elftes und letztes Kind unser Josef Fraunhofer, damals II Jahre alt1). Den Kindern wurden von Amts wegen zwei Vormünder bestellt: der Handelsmann und Magistratsrat Josef Grünberger und der Geigenmacher Thumhardt, nach dessen Tod dafür Drechslermeister Josef Beck für ihn eintrat. Die eigenhändige Aufzeichnung der Geburt Josefs durch seinen Vater in einem Familienbuch (Besitz des Herrn Dr. Weindler, München) lautet: „Am 1787 den 6. Märzen ist der Joseph zur Welt gebohren zwischen 8 und 9 Uhr Nacht im Zeichen einer Waag.“
Preview
Unable to display preview. Download preview PDF.