Die chemische Wirkung der Flamme

  • Carl Dichmann

Zusammenfassung

Metallisches Eisen hat große Neigung, sich mit Sauerstoff zu vereinigen und diese Neigung wächst mit steigender Temperatur. Wie Eingangs erwähnt, entsteht bei der Verbindung von 1 kg O mit Eisen freie Wärme im Betrage von 4300–4600 Kalorien, während die gleiche Sauerstoffmenge bei der Verbindung mit Wasserstoff zu Wasserdampf 3645 Kalorien mit Kohlenoxyd zu Kohlensäure 4205 Kalorien ergibt. Beim Erhitzen metallischen Eisens in einer Atmosphäre, welche-Sauerstoff, Wasserdampf oder Kohlensäure enthält, erfolgt daher auch stets eine Veränderung des Eisens, welches Sauerstoff aufnimmt und seine metallische Oberfläche einbüßt. Die stärkste Einwirkung wird natürlich von Sauerstoff in freiem Zustande ausgeübt, steht solcher jedoch nicht zur Verfügung, so wird Sauerstoff dem Wasserdampfe und der Kohlensäure entnommen. Nun bilden aber Kohlensäure und Wasserdampf wesentliche Bestandteile einer jeden Flamme, einerlei ob sie ihren Eigenschaften nach eine oxydierende oder eine sog. reduzierende Flamme vorstellt. Für Eisen gibt es eben keine reduzierende Flamme, und es sollte nur von einer mehr oder weniger oxydierenden die Bede sein.

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© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1920

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  • Carl Dichmann

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