Dreheisen- (Weicheisen-) Meßgeräte
Zusammenfassung
Kohlrausch1 verwendete als erster die Anziehungskraft zwischen einem Eisenstück und einer stromdurchflossenen Spule zur Messung von Strom und Spannung: Hängt man an eine Schraubenfeder einen Eisenstab, der in ein unter ihm aufgestelltes Solenoid (eisenlose Spule) eintaucht, so wird der Eisenstab eingezogen, wenn Strom durch das Solenoid fließt. Der Eisenstab kommt zur Ruhe, wenn die mit der Verlängerung der Schraubenfeder wachsende Federkraft der auf den Eisenstab wirkenden elektromagnetischen Anziehungskraft das Gleichgewicht hält. Die Verlängerung der Schraubenfeder wird an einem Zeiger abgelesen und gibt ein Maß für den Strom in der Spule. Solche Instrumente mit geradliniger Bewegung des den Zeiger tragenden Organs werden heute kaum mehr gebaut, man findet sie aber noch ab und zu in den Betrieben. Die drehende Bewegung hat sich auch beim Weicheiseninstrument durchgesetzt. Die ersten Ausführungen dieser wichtigen Gattung wurden von Hummel2 und von Uppenborn3 angegeben.
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Literatur
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