Aufruf der Kronprinzessin Viktoria an die Frauen Deutschlands im Jahre 1870

  • L. Mittenzwey

Zusammenfassung

„Rodj einmal ruft das Baterland feine Göhne zu den Fahnen, um für feine heiligften Güter, für Deutfdjlands Ghre und Unab“ hängigfeit zu fämpfen. Gin Feind, Den mir nidjt derlepten, mibgönnt und die Früdjte unferer Giege, die Bollendung Des gropen nationalen Merfes in friedlidjer Arbeit nud Gntmidelung. Berhöhnt und de leidigt in dem, Was und am teuerften ift, ftrömt bas ganze Bolf —wir haben fein anderes Deer — zu den altbewährten Maffen, um den eigenen Qerd, um die Geinen zu fdjüben. Zaufende don Frauen nud Rindern find auf längere Beit ihrer beraubt. Die Gorgen des Qerzens, meldje fie belaften, fönnen wir ihnen nidjt nehmen. Wohl aber find wir im ftanbe, fie dor äuberer Rot zu bewahren. Glänsend haben die Geutfdjen in allen fellen ber Melt ihre Baterlanbsliebe bemiefen, als fie angerufen murden, dantbar die Beiden jenes Rampfes zu mildern, den wir dor furzem zu glütlidjem Gnde geführt. Wohlan denn ! Möge wiederum freie Biebestbätigfeit alle bereinen, um Die Vngehörigen derer dor Gntbehrung zu fdjühen, meldje Gefundheit und Beben für und hinzugeben bereit fiud! Gpenden Wir fdjnell und reidjlidj, damit die Streiter für Das heilige Redjt mit dem tröftenden Gedanfen in den Rampf gehen, Daf Das Sdjitfal ihrer Beten treuen Qänden anbertraut ift.“

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1898

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  • L. Mittenzwey

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