Das Verhalten des Differentialschutzes nach Merz-Price bei Verwendung von Stromwandlern kleiner Leistung

  • Fritz Ahrberg
  • Wilhelm Gaarz
Part of the Wissenschaftliche Veröffentlichungen aus dem Siemens-Konzern book series (WVSK)

Zusammenfassung

In früherer Zeit begnügte man sich damit, als Schutzsystem für Leistungstransformatoren einen einfachen Überlastungsschutz vorzusehen. Dieser wurde dann auf 100% oder mehr des Nennstromes eingestellt. Bei einem auftretenden Defekt des •Transformators, z. B. innerem Wicklungskurzschluß, mußte der Fehlerstrom in Abhängigkeit von der augenblicklichen Belastung bis auf diesen Betrag anwachsen, bevor eine Abschaltung durch den Überstromschutz erfolgte. Hierbei konnten sehr erhebliche Zerstörungen an diesen Apparaten eintreten, und die Betriebe mußten, namentlich wenn es sich um große Einheiten von Leistungstransformatoren in Großkraftwerken handelte, mit längeren empfindlichen Unterbrechungen rechnen. Abgesehen von diesem Mangel hat ein einfacher Überstromschutz für Transformatoren noch den Nachteil, daß er bei Speisung von 2 Seiten oder bei mehreren parallel arbeitenlden Transformatoren nicht selektiv wirkt, d. h. es fallen bei einem inneren Defekt im Transformator gleichzeitig mehrere Ölschalter, so daß damit die Störungen auf weitere Gebiete ausgedehnt werden.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1925

Authors and Affiliations

  • Fritz Ahrberg
    • 1
  • Wilhelm Gaarz
    • 1
  1. 1.Meßinstrumenten-Abteilung des Wernerwerkes MSiemens & Halske A.-G. zu SiemensstadtDeutschland

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