Strategische Handelspolitik pp 11-52 | Cite as
Handelspolitik — herrschende Lehre zu Beginn der 80er Jahre
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Zusammenfassung
Im folgenden werden zentrale Aussagen der traditionellen theoretischen Analyse von Handelspolitik herausgearbeitet. Dies geschieht, um den Kontrast zu den neueren Überlegungen der Kapitel 3 und 4 sowohl hinsichtlich nationaler Anreize als auch internationaler Koordinationsaufgaben für Handelspolitik herzustellen.
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Literatur
- 2.Vgl. z.B. LAFFONT (1988), S. 2 ff., VARIAN (1984), S. 208.Google Scholar
- 3.Zum Verständnis von Wirtschaft als einem offenen System, das von einem anderen, übergeordneten System Vorgaben erhält, vgl. BLUM (1983), S. 78 ff.Google Scholar
- 4.SNAPE (1987), S. 216, stellt diese frontier measures Maßnahmen ohne Diskriminierung nach Herkunft oder Bestimmungsort gegenüber.Google Scholar
- 5.Für weitere Beispiele siehe z.B. GLISMANN/HORN (1984), S. 76, GANDOLFO (1987), S. 133 f.Google Scholar
- 6.DIXIT/NORMAN (1980), S. 165.Google Scholar
- 7.Vgl. BHAGWATI (1965, 1969 ), DIXIT/NORMAN (1980), S. 165.Google Scholar
- 8.CORDEN (1971), S. 1. An anderer Stelle definiert er als Untersuchungsgegenstand einer normativen Theorie der Handelspolitik die Prinzipien des staatlichen Eingreifens auf der Mikroebene.Google Scholar
- 9.Vgl. CORDEN (1974), S. 1. Man vergleiche dies auch mit dem Begriff der commercial policy, z.B. bei z.B. CAVES/JONES (1977), Kapitel 12 u. 13, BHAGWATI (1968), S. 3 und S. B.Google Scholar
- 10.z.B. CAVES, der unter Industriepolitik die Beeinflussung der Allokation von Ressourcen auf Sektoren und Aktivitäten versteht. Vgl. CAVES (1987), S. 68.Google Scholar
- 10.EATON/GROSSMAN (1986), S. 383.Google Scholar
- 11.Vgl. HELPMAN/KRUGMAN (1989), S. 33 f., KRISHNA (1989), sowie als frühe Arbeiten zur Nicht—Äquivalenz BHAGWATI ( 1965, 1969 ).Google Scholar
- 12.Vgl. KRUGMAN (1986a), S. 9, WILLGERODT (1988), S. 108.Google Scholar
- 13.Vgl. CAVES (1987), VENABLES/SMITH (1986).Google Scholar
- 15.Diese Unterscheidung verwenden auch ISSING/GERHARDT (1984), S. 44 f. 16Vgl. GANDOLFO (1987), S. 147 f.Google Scholar
- 17.Vg1. Präambel und Artikel des GATT. Abgedruckt z.B. in DAM (1970), S. 391 ff., oder SENTI (1986), S. 371 ff.Google Scholar
- KRUGMAN (1987a), S. 131.Google Scholar
- 19.Vgl. CORDEN (1974), S. 2 ff. Der Überblick vernachlâssigt die Zeit vor der Verbreitung marktwirtschaftlicher Ideen, so daß beispielsweise die merkantilistische Doktrin des 18. Jahrhunderts unberücksichtigt bleibt.Google Scholar
- 21.CORDEN (1974), S. 3.Google Scholar
- 22.Vgl. z.B. BHAGWATI (1989), S. 19 f.Google Scholar
- 23.Vgl. z.B. BHAGWATI (1989), S. 36 f., CORDEN (1974), S. 4 f.Google Scholar
- 24.Vgl. BHAGWATI (1971, 1989), CORDEN (1974), S. 4, DIXIT (1985a)25Vg1. stellvertretend für viele andere BHAGWATI/SRINIVASAN (1983), GANDOLFO (1987), GEHRELS (1985) und SIEBERT (1989a).Google Scholar
- 26.Vg1. SEN (1979), S. 538.Google Scholar
- 27.Für eine kritische Diskussion dieser individualistischen Annahmen vgl. SEN (1987).28Für eine Veranschaulichung, die auch andere Kriterien beinhaltet, vgl. CORDEN (1984), S. 66.Google Scholar
- 29.Nicht eingegangen wird im folgenden auf soziale Indifferenzkurven vom SCITOVSKYTyp. Vgl. dazu SCITOVSKY (1941), NG (1979), S. 79 ff. Für die weitreichenden Anforderungen, denen individuelle Nutzenfunktionen gerecht werden müssen, um ein widerspruchsfreies soziales Indifferenzkurvensystem zuzulassen, siehe z.B. SCHITTKO (1976), S. 197 ff.Google Scholar
- 30.Vgl. CORDEN (1984), S. 68.Google Scholar
- 31.Zurückgehend auf HICKS (1941).Google Scholar
- 32.Vgl. aber auch die allgemeineren Aggregationsbedingungen in LAFFONT (1988), S. 158. So ist beispielsweise die Aggregation auch bei unterschiedlichen Individuen zulässig, wenn der betrachtete Partialmarkt vergleichsweise unbedeutend ist und die Individuen sich in der Nähe einer optimalen Einkommensverteilung befinden.33Vgl. z.B. NG (1979), Kap. 3 u. 4, VARIAN (1984), S. 123 ff. u. S, 263 ff., LAFFONT (1988), S. 156 ff.Google Scholar
- 34.Vgl. VARIAN (1984), S. 208 f. u. S. 269 f. Eine kritische Sicht hierzu präsentieren CHIPMAN/MOORE (1978), insbesondere S. 578 ff.Google Scholar
- 35.Vgl. z.B. LAFFONT (1988), S. 106. Zur Frage der Herleitung bzw. Existenz einer sozialen Wohlfahrtsfunktion siehe ARROW (1950), KEMP/NG (1976), NG (1979), S. 118 f., LAFFONT (1988), S. 91 if.Google Scholar
- 36.Ausgaben— und Erlösfunktionen erlauben aufgrund ihrer Eigenschaften eine elegante Formulierung allgemeiner Gleichgewichtsmodelle. Zu den Eigenschaften dieser Funktionen vgl. VARIAN (1984), Kap. 1 u. 3, DIXIT/NORMAN (1980), S. 30 ff. u. S. 59 ff. Handelstheoretische Anwendungen finden sich beispielsweise bei DIXIT/NORMAN (1980), WOODLAND (1982) und DIXIT (1985a).Google Scholar
- 39.Es erfolgt eine Übertragung des Vorgehens von DIXIT/NORMAN (1980), S. 76 ff., auf den Fall mit einem Konsumenten sowie eine Erweiterung auf Vergleiche zwischen Handel bei Handelspolitik und Autarkie bzw. Freihandel. Für eine Analyse mit Ausgaben— und Erlösfunktion vgl. DIXIT/NORMAN (1980), S. 66 ff.Google Scholar
- 40.Dies ist weniger restriktiv, als es zunächst den Anschein hat. Für Produktionsprozesse mit abnehmenden Erträgen lassen sich künstliche Faktoren definieren, die die Residualgewinne als Faktorentlohnung erhalten. Vgl. McKENZIE (1955), DIXIT/NORMAN (1980), S. 69. Nicht zulässig sind allerdings zunehmende SkalenerträgeGoogle Scholar
- 44.Vgl. auch eine andere Herleitung dieses Ergebnisses in DIXIT (1985a), S. 323 f.Google Scholar
- 45.Die Darstellung geht aus von DIXIT/NORMAN (1980), S. 76 ff., und erweitert deren Ansatz um Vergleiche zwischen Handel bei Handelspolitik und Autarkie bzw. Freihandel. Für eine Analyse mit sozialer Wohlfahrtsfunktion vgl. z.B. SIEBERT (1989a), S. 156 ff.Google Scholar
- 46.Könnte von Umverteilung über Ländergrenzen hinweg ausgegangen werden, wire der Nachweis der Optimalität von Freihandel bei idealen Märkten schnell geführt. Er ergäbe sich als unmittelbare Folgerung aus den Wohlfahrtseigenschaften eines WALRASGleichgewichtes der integrierten Weltwirtschaft.Google Scholar
- 47.Eentspricht der sogenannten Kompensationsvariation. Vgl. VARIAN (1984), S. 264. 49VgI. DIXIT (1985a), S. 328, HAMMOND (1979).Google Scholar
- 53.Die Darstellung folgt DIXIT/NORMAN (1980), S. 79 f., und erweitert deren Analyse auf die Vergleiche der beiden folgenden Abschnitte. Vgl. auch DIXIT (1985a), S. 328 ff., sowie für eine graphische Veranschaulichung BHAGWATI/SRINIVASAN (1983), S. 161 ff.Google Scholar
- SiDie Vorzeichenkonvention stellt sicher, daß positive Werte einer Besteuerung entsprechen.55Frühe grundlegende Beiträge hierzu stammen von SAMUELSON (1939, 1962), BALD-WIN (1948) und KEMP (1962). Eine zusammenfassende Darstellung gibt OHYAMA (1972). Für einige Verallgemeinerungen zur Vorteilhaftigkeit von Freihandel siehe DIXIT (1985a), S. 324 f. Dort wird auch auf den Handel mit Produktionsfaktoren eingegangen. Handel bei Unsicherheit untersuchten HELPMAN/RAZIN (1978). Intertemporale Aspekte finden sich bei SMITH (1979) und in BHAGWATI/SRINIVASAN (1983), Kap. 31. Theoretische Resultate zur Vorteilhaftigkeit von Handel mit Finanzanlagen liefert schließlich SVENSSON (1988, 1989).58A1s bedeutender Integrationsversuch ist jedoch die Arbeit von BHAGWATI (1971) zu werten.Google Scholar
- 59.Vg1. z.B. SCHLIEPER (1981).Google Scholar
- 60.LIPSEY/LANCASTER (1957).Google Scholar
- 61.Unter den Vorläufern sind zu nennen aus dem Bereich der Handelstheorie VINER (1950), MEADE (1955) und OZGA (1955), aus der Wettbewerbstheorie CLARK (1940) sowie aus der Finanzwissenschaft LITTLE (1951) und CORLETT/HAGUE (1953).Google Scholar
- 69.LIPSEY/LANCASTER (1957), S. 11.70Zu diesem Punkt siehe RODRIK (1987).Google Scholar
- 71.Vgl. ATHANASIOU (1966).Google Scholar
- 72.Vgl. z.B. die Analyse quantitativer wirtschaftspolitischer Zielvorgaben in DIXIT/NORMAN (1980), S. 167 u. S. 179 ff.Google Scholar
- 73.Vgl. weiter unten die Überlegungen von DIXIT (1985a), S. 336 ff., zur Verteilungspolitik ohne Pauschaltransfers sowie allgemeiner BHAGWATI (1971).Google Scholar
- 74.Auf die Separierbarkeit wiesen z.B. DAVIS/WHINSTON (1965) und DUSANSKY/WALSH (1976) hin.Google Scholar
- 78.Vg1. LAFFONT (1988), S. 4. Anwendung des Envelope—Theorems auf das Entscheidungsproblem eines Konsumenten zeigt, daß der zugehörige LAGRANGE—Multiplikator µ’ gleich dem Grenznutzen des Geldes ÔV’ (p, b’) /(3b’ ist. Der Konsument setzt usc = p’p, woraus das Ergebnis folgt.Google Scholar
- Vgl. CORDEN (1984), S. 92. Zur Bedeutung der Marktstruktur der inländischen Produzenten für die Nutzung ihrer kollektiven Marktmacht im Außenhandel vgl. BHAGWATI/ SRINIVASAN (1983), S. 178, RODRIK (1989).Unterstellt sind firmenspezifische externe Effekte, z.B. aufgrund unterschiedlicher Entfernung von Produktionsstätten. Für symmetrische externe Effekte siehe DIXIT (1985a), S. 334 f.Google Scholar
- 85.Die Produzenten befinden sich in einer Situation, die der des commons—Problems entspricht. Vgl. dazu HARDIN (1968), SCHELLING, (1973).Google Scholar
- 86.Für andere Eingriffe, die zum selben Ergebnis führen, vgl. z.B. VARIAN (1984), S. 261 ff., LAFFONT (1988), S. 14 ff.Google Scholar
- 89.Der Second-Best-Charakter der Güterbesteuerung verhindert jedoch PARETO-Optimalität. Die inländischen Grenzraten der Substitution beim Konsum und der Transformation bei der Produktion fallen auseinander.Google Scholar
- 91.Zusätzliche Marktunvollkommenheiten — auch in der Form der politischen Zielvorgabe — lassen die Bedingung für den Optimalzoll unverändert, solange sie allein die inländische Produktion und den inländischen Konsum betreffen. Vgl. DIXIT (1985a), S. 338Google Scholar
- 99.Vgl. die Spezifikationen in KRUGMAN (1984), sowie für Lerneffekte insbesondere SPENCE (1981b).Google Scholar
- 100.Der Auffassung von BRANDER (1986), S. 32, die auf der neuen Handelstheorie basierenden neo—infant—industry—Argumente bedürften dieser Voraussetzungen nicht, ist nicht zuzustimmen. Auch in KRUGMAN (1984) wären die Produzenten ohne diese Voraussetzungen in der Lage, aus eigener Kraft die Produktion zu erhöhen, um statische oder dynamische Skaleneffekte zu realisieren. Überdies zeigt das Lernkurvenmodell von SPENCE (1981b), daß für die Preisgestaltung bei Lerneffekten nicht die jeweils aktuellen, sondern die Grenzkosten am Ende des Lernzyklus entscheidend sind.Google Scholar
- 101.Für eine graphische Veranschaulichung siehe GANDOLFO (1987), S. 136.Google Scholar
- 102.Dies läßt das Erziehungszollargument für Entwicklungsländer wesentlich plausibler erscheinen als für Industrieländer, die es dennoch spätestens seit den 70er Jahren verstärkt für ihre wissensbasierten Hochtechnologiebranchen in Anspruch nehmen. Vgl. hierzu CORDEN (1974), S. 275, BRANDER (1986), S. 32 ff., sowie den theoretischen Ansatz in KRUGMAN (1984).Google Scholar
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