Cantor und die unendlichen Dezimalzahlen

  • Rudolf Taschner

Zusammenfassung

Das Leben des Georg Cantor verlief tragisch. Dabei hatte es so verheißungsvoll begonnen: Cantor wurde am 3. März 1845 als Sohn eines reichen Kaufmanns dänischer Herkunft in St. Petersburg geboren. Mit elf Jahren ließ er sich zusammen mit seinen Eltern in Frankfurt nieder. Der Vater förderte die Ausbildung des jungen Georg Cantor und legte ihm nahe, ein technisches Studium zu ergreifen. Vielleicht war es aber die von Judentum, Protestantismus und Katholizismus durchdrungene philosophische Tradition seines Elternhauses, die auf die Interessen Cantors so starken Einfluß gewann, daß er sich nicht zum Ingenieur, sondern vielmehr zum Physiker, zum Mathematiker, ja zum Philosophen berufen fühlte. Jedenfalls entschloß er sich, in Zürich, Göttingen und Berlin diese Disziplinen zu studieren und blieb schließlich bei der Mathematik hängen. 1867 promovierte er an der Universität in Berlin und begann sich zu dieser Zeit für grundsätzliche Probleme zu interessieren, welche die bedeutendsten Mathematiker dieser Universität, allen voran Karl Weierstraß (*1815,†1897), im Zusammenhang mit einer definitiven Klärung der von Newton und Leibniz erfundenen Differentialrechnung wälzten.

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1995

Authors and Affiliations

  • Rudolf Taschner

There are no affiliations available

Personalised recommendations