Zusammenfassung
Legenden ranken sich um das Leben des Pythagoras. Man sagt, er sei auf der griechischen Insel Samos, nur wenig mehr als zwei Kilometer westlich vom Festland Kleinasiens gelegen, um 570 v. Chr. geboren. Aus Protest gegen die politischen Verhältnisse in seiner Heimat verließ er diese. Er bereiste Kleinasien, Phönizien, Ägypten, Mesopotamien, lernte vom großen Thales von Milet Mathematik und Astronomie und studierte eingehend astrologische und religiöse Mythen, die in den von ihm besuchten Regionen vorherrschend waren. All dies sog er in sich auf und nutzte es als Grundlage für einen Geheimbund, einen Zirkel sich »Pythagoräer« nennender Weisen, der seinen Sitz im süditalienischen Croton aufschlug1. Wie später die Temp1er, Rosenkreuzer oder Freimaurer erlangte der Verein der Pythagoräer immer mehr politischen Einfluß und wurde dementsprechend immer heftiger von seinen Gegnern angefeindet. Die Rivalen siegten: es kam zur Vertreibung der Pythagoräer aus Croton, und Pythagoras führte den Rest seiner Anhänger ins süditalienische Metapont, wo er um 480 v. Chr. verstorben sein soll.
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