Zusammenfassung
Der diagnostisch-therapeutische Prozeß ist ein äußerst vielschichtiges und dynamisches Geschehen. Vor allem therapeutische Anfänger (aber manchmal auch erfahrene Praktiker) sind beeindruckt von der Fülle und der ständigen Fluktuation der ablaufenden Ereignisse. Während im theoretischen Rahmen der Forschung gewisse »ideale« oder »optimale« Richtlinien für das therapeutische Vorgehen entwickelt werden können, gibt es in der klinischen Praxis eine ganze Reihe typischer Faktoren, die dem Therapeuten ein adäquates Handeln zusätzlich erschweren: Sehr komplexe Problemstellungen mit vernetzten Einflußgrößen, extreme (oft existentiell bedeutsame) emotionale Belastungen der Klienten, institutionelle Zwänge, Zeitdruck bei hoher quantitativer Fallbeanspruchung etc. (vgl. z. B. Breuer,1979) spielen dabei ebenso eine Rolle wie die Tatsache, daß auch »Therapeuten« Menschen sind und folglich Informationen nur »suboptimal« und selektiv verarbeiten.
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