Zur Behandlung der subkapitalen Humerustrümmer- und Luxationsfrakturen. Osteosynthese oder Prothese

  • R. Marti
  • T. E. Lim
  • C. W. Jolles
Conference paper

Zusammenfassung

Rund 85% der proximalen Humerusfrakturen sind wenig disloziert, eingekeilt und damit bewegungsstabil. Das funktionelle Endresultat wird durch kleinere Achsenabweichungen und Ad-latus-Verschiebungen wenig beeinflußt. Voraussetzung für ein gutes Resultat ist die frühfunktionelle Behandlung dieser meist bei 60- bis 70jährigen Patienten auftretenden Fraktur. Bei rund 15% der proximalen Humerusfrakturen stellen sich diagnostische und therapeutische Probleme. Diagnostische, weil die Dislokation auf der Übersichtsaufnahme nur schwierig zu beurteilen ist, therapeutische, weil die Prognose eng mit der initialen Dislokation zusammenhängt. Trümmer- und Luxationsfrakturen lassen sich einerseits nur selten stabil reponieren und damit funktionell nachbehandeln, andererseits besteht das Risiko der späteren Kopfnekrose. Durchschnittlich ist diese Gruppe etwas jünger mit ± 60 Jahren. Klassische, aber heute doch veraltete Frakturklassifikationen wie beispielsweise von Kocher (1896) und später Böhler berücksichtigen nur die rein mechanisch-morphologischen Aspekte. Vaskulär-biologische Gesichtspunkte sind heute im Zeitalter der endoprothetischen Versorgungsmöglichkeiten jedoch entscheidend für die zu wählende Therapie.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1987

Authors and Affiliations

  • R. Marti
  • T. E. Lim
  • C. W. Jolles

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