Advertisement

Sachen und Sachenrechte

  • Hans Planitz
Part of the Enzyklopädie der Rechts- und Staatswissenschaft book series (ENZYKLOPÄDIE, volume 5)

Zusammenfassung

Gegenstände des Sachenrechtes sind im älteren Recht nur die körperlichen Sachen. Nur sie sind daher Sachen im Rechtssinn. Zu ihnen gehören freilich auch physische Personen, die Unfreien, nicht aber die der menschlichen Herrschaft entzogenen Teile der Außenwelt (die Luft, das Meer), nicht insbesondere auch die Rechte. Doch hat schon das frühere Mittelalter begonnen, Rechte den körperlichen Sachen gleichzustellen, undzwarzunächst dauernde Gerechtigkeiten und sonstige Rechte an Sachen, die ihrer wirtschaftlichen Nutzbarkeit wegen zu selbständigen Objekten von Sachenrechten geeignet waren. So konnte man in der Rezeptionszeit die Scheidung von körperlichen und unkörperlichen Sachen aufnehmen. Den Begriff der unkörperlichen Sachen erweiterten die Kodifikationen erheblich, indem sie ihm alle Rechte, auch außerhalb der Rechte an Sachen, unterstellten (so besonders das ALR.). Dagegen hat das BGB. § 90 den Begriff der Sache auf die körperlichen Sachen beschränkt und die Rechte mit ihnen unter den Oberbegriff des Gegenstandes vereinigt. Nur gewissen selbständigen Gerechtig-keiten hat es den Charakter der Sache in manchen Beziehungen belassen.

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Literatur

  1. Kuntze, Die Kojengenossenschaft und das Geschoßeigentum, 1888.Google Scholar
  2. Kohler, Jherings Jahrb. 26 (1888), S. 1.Google Scholar
  3. Schröder, Über eigentümliche Formen des Miteigentums, 1896.Google Scholar
  4. M. Wolff, Der Bau auf fremdem Boden, insbesondere der Grenzüberbau, 1900.Google Scholar
  5. H. Meyer, Die rechtliche Natur der nur scheinbaren Bestandteile eines Grundstücks, Dahnfest-schrift (1905), Bd. 3, S. 269.Google Scholar
  6. Fritz Schulz in der Bonner Festgabe für Zitelmann 1923.Google Scholar
  7. Goldschmidt, Eigentum und Eigentumsteilrechte, 1920 (Heymanns Arb. 31).Google Scholar
  8. Heymann, Zur Geschichte des ius ad rem, Gierkefestschrift 1911, S. 1167.Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1925

Authors and Affiliations

  • Hans Planitz
    • 1
  1. 1.Universität KölnDeutschland

Personalised recommendations