Zusammenfassung
Jede Flüssigkeit, z. B. Wasser, kann in den dampfförmigen und in den gasförmigen Zustand übergeführt werden. Im Dampfkessel hat man unten siedendes Wasser, oben Wasserdampf. Der Dampf im Kessel ist „gesättigt“, d. h. er vermag kein Wasser mehr in Dampfform aufzunehmen. In der Regel ist der im Kessel entwickelte Dampf nicht trocken, sondern feucht, d. h. ihm ist Wasser als Nebel oder tropfenförmig beigemischt. Beim gesättigten Wasserdampf, gleich, ob er feucht oder trocken ist, gehört zu jeder Temperatur ein bestimmter Druck, beim trockenen Satt-dampf außerdem eine bestimmte Dichte. Trockener Sattdampf ist also in seinem Zustande vollkommen festgelegt, wenn entweder seine Temperatur oder sein Druck oder seine Dichte gegeben ist. Läßt man gesättigten Dampf durch die befeuerten Schlangen eines Überhitzers strömen, so wird er über die ursprüngliche Temperatur hinaus überhitzt. Beim überhitzten Dampf hat die Zusammengehörigkeit von Druck und Temperatur aufgehört. Der überhitzte Dampf folgt anderen Gesetzen wie der gesättigte Dampf und nähert sich in seinem Verhalten um so mehr den Gasen, je höher er überhitzt ist. Der in heißen Feuergasen enthaltene Wasserdampf ist so hoch überhitzt (über 1000°), daß man ihn als Gas betrachten kann. Was vorstehend grundsätzlich über Wasserdampf gesagt ist, gilt für alle Dämpfe.
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Literatur
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- 1).Die Werte des Wärmeinhalts von gesättigtem und überhitztem Wasserdampf sind ferner sehr bequem den is-Tafeln für Wasserdampf, Abb 16 und 17 zu entnehmen.Google Scholar
- 2).Josse: Eigenschaften und Verwertung von Hoch-und Höchstdruck-Dampf, Z. V. D.I. 1924, S. 66.Google Scholar
- 3).Vorstehender Tabelle liegen die „Tabellen und Diagramme für Wasserdampf“ von Knoblauch, R a i s c h, Hausen zugrunde, die im Verlage R. Oldenbourg 1923 erschienen sind. In diesen Tabellen ist derGoogle Scholar
- 2).München: R. Oldenbourg 1923.Google Scholar
- 3).Es sei bemerkt, daß die „Neuen Tabellen und Diagramme für Wasserdampf“ von Mollier, deren 1. Auf lage 1906 erschienen ist, in zweiter, umgearbeiteter und bis zum kritischen Punkt erweiterter Auflage erschienen sind. Berlin: Julius Springer 1925.Google Scholar
- 1).Josse: Eigenschaften und Verwendung von Hoch-und Höchstdruekdampf, Z. V. D. I. 1924, S. 66.Google Scholar