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Leistungsstörungen

  • Heinrich Honsell
Part of the Springer-Lehrbuch book series (SLB)

Zusammenfassung

Erbrachte der Schuldner die vertraglich vereinbarte Leistung nicht und war er hierfür nach den für das jeweilige Vertragsverhältnis bestehenden Maßstäben verantwortlich, so galt zunächst für alle Aktionen das Prinzip der condemnatio pecuniaria, d.h. das Urteil lautete stets auf einen bestimmten Geldbetrag. Der Gläubiger erhielt also aufgrund des Urteils niemals die Primärleistung, sondern stets nur den sekundären Schadensersatz. Selbst die Herausgabeklage des Eigentümers (rei vindicatio)5 war nicht auf Sachleistung, sondern nur auf Geldverurteilung gerichtet, sofern der Beklagte nicht zur freiwilligen Herausgabe bereit war.

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Literatur

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1992

Authors and Affiliations

  • Heinrich Honsell
    • 1
  1. 1.Rechtswissenschaftliches SeminarUniversität ZürichZürichSchweiz

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