Advertisement

Gesamtbetrachtung

  • Markus GerberEmail author
  • Reinhard Fuchs
Chapter
  • 22 Downloads
Part of the essentials book series (ESSENT)

Zusammenfassung

Durch die stressorreduzierende Wirkweise kommen Stressoren gar nicht erst auf bzw. werden abgeschwächt; körperliche Aktivität wirkt hier stresspräventiv. Sport und Bewegung wirken kompensatorisch, indem sie die Gesundheit direkt stärken und damit widerstandsfähiger gegenüber den negativen Effekten von Stress machen. Und schließlich wirkt körperliche Aktivität auch stresspuffernd, zum einen dadurch, dass sie die der Person zur Verfügung stehenden Ressourcen stärkt, zum anderen durch Verringerung der psychologischen und biologischen Stressreaktionen.

Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass jede der beschriebenen stressregulativen Wirkweisen der körperlichen Aktivität auf empirischer Evidenz beruht. Durch die stressorreduzierende Wirkweise kommen Stressoren gar nicht erst auf bzw. werden abgeschwächt; körperliche Aktivität wirkt hier stresspräventiv. Sport und Bewegung wirken kompensatorisch, indem sie die Gesundheit direkt stärken und damit widerstandsfähiger gegenüber den negativen Effekten von Stress machen. Und schließlich wirkt körperliche Aktivität auch stresspuffernd, zum einen dadurch, dass sie die der Person zur Verfügung stehenden Ressourcen stärkt, zum anderen durch Verringerung der psychologischen und biologischen Stressreaktionen. Die stresspuffernde Wirkweise ist universeller als die stressorreduzierende und kompensatorische Wirkweise, weil sie unabhängig von der Art der Stressoren bzw. der Art der Gesundheitseffekte ist (Klaperski 2018).

Das Modell der stressregulativen Wirkweisen in Abb.  2.1 ist als Heuristik gedacht, als ein Modell, das zwar an vielen Stellen noch unscharf, unvollständig oder vielleicht auch unzutreffend ist und der Weiterentwicklung bzw. Korrektur bedarf, das aber dennoch – oder gerade deswegen – dazu dienen kann, der sport- und bewegungsbezogenen Stressforschung einen konzeptionellen Rahmen zu geben. Auf der Grundlage der Transaktionalen Stresstheorie vermittelt das Modell eine Vorstellung davon, wie körperliche Aktivität auf den Zusammenhang von Stress, Coping und Gesundheit einzuwirken vermag. Es berücksichtigt dabei die unterschiedlichen Traditionslinien der sozialwissenschaftlichen, psychologischen und biologischen Stressforschung und bietet letztlich auch der Praxis der Stressmanagement-Programme einen theoretischen Orientierungsrahmen. Darüber soll im nächsten Abschnitt gesprochen werden.

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH, ein Teil von Springer Nature 2020

Authors and Affiliations

  1. 1.Departement für Sport, Bewegung und GesundheitUniversität BaselBaselSchweiz
  2. 2.Institut für Sport und SportwissenschaftUniversität FreiburgFreiburg im BreisgauDeutschland

Personalised recommendations