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Leidensverdrängung und Trostbedarf im historischen Denken – Plädoyer für eine kategoriale Revision

  • Jörn RüsenEmail author
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Zusammenfassung

Ist Trost ein Thema des historischen Denkens? Auf den ersten Blick ganz und gar nicht. Trost ist eine Reaktion auf eine Leidenserfahrung, und die Historie handelt nicht vom Leiden der Menschen, sondern von Geschehnissen der Vergangenheit, von den ,res gestae‘, die auf menschlichem Handeln beruhen, von ihm bedingt oder für es relevant sind. In der großen hochkulturellen Tradition der Geschichtsschreibung, die durch die Logik der exemplarischen Sinnbildung geprägt ist – historia magistra vitae – ,lehrt‘ die Geschichte Einsichten in die moralischen und praktischen Regeln des menschlichen Handelns.

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© Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH, ein Teil von Springer Nature 2020

Authors and Affiliations

  1. 1.BochumDeutschland

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