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Die Gleichzeitigkeit von Kommunikationsmedien

  • Uta ButtkewitzEmail author
Chapter
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Part of the Über/Strom: Wegweiser durchs digitale Zeitalter book series (UWDDZ)

Zusammenfassung

Der Medienkonsum und die Kommunikation werden uns in diesen Tagen nicht leicht gemacht – jeden Tag müssen wir neue Entscheidungen treffen: Rufe ich eine Freundin oder einen Freund an, um eine bestimmte Information mitzuteilen, mich zu verabreden oder etwas zu fragen? Störe ich sie oder ihn vielleicht in einer unpassenden Situation und schreibe ich deshalb vielleicht lieber eine Nachricht anstatt schnell zum Telefon zu greifen? Damit ist jedoch das Problem auch nicht gelöst und die Entscheidung noch nicht endgültig getroffen, denn als nächstes stellt sich die Frage nach dem konkreten Kommunikationsweg. Benutze ich für die Übermittlung meiner Nachricht WhatsApp oder einen anderen Kurznachrichtendienst, schreibe ich eine E-Mail oder eine SMS? Mittlerweile fällen wir diese Entscheidung je nach Adressat∗in häufig intuitiv. Die Gefahr, ein unpassendes Kommunikationsmedium zu wählen, bleibt jedoch bestehen und ist durch die größere Auswahl an vorhandenen Möglichkeiten gestiegen. Vor der Ära des Mobiltelefons und der E-Mail brauchten wir darüber kaum nachzudenken. Wenn wir jemandem schnell etwas mitteilen wollten, haben wir angerufen, unabhängig davon, ob wir gestört haben oder nicht – es sei denn es war spät abends oder sonntags zur Kaffeezeit. Bei nicht ganz so dringenden Informationen haben wir uns die Zeit genommen, einen Brief zu schreiben.

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Authors and Affiliations

  1. 1.Universität RostockRostockDeutschland

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