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ÖPP-Felder – Versuch einer Kategorisierung

  • Michael SchäferEmail author
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Zusammenfassung

In den vorherigen Kapiteln wurde vor allem geklärt, dass der Begriff „Öffentlich-Private Partnerschaft“ viel weiter gefasst werden muss, als das bisher der Fall war. Jetzt soll gezeigt werden, welche Ziele ÖPP haben müssen, damit die Interessen jeder Seite dauerhaft gewahrt sind. Privat-Öffentliche Bündnisse sind für ziemlich alle Bereiche unseres wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Lebens denkbar. Etwas ganz Besonderes aber sind sie, wenn es um unsere Existenzbedingungen geht. Frisches Trinkwasser in allerhöchster Qualität muss jeden Tag und in jeder Jahreszeit aus dem Hahn fließen. Das verlangt eine ganz außergewöhnliche Qualität der Partnerschaft: Verlässlichkeit unter allen nur denkbaren Bedingungen. Die Erledigung der Aufgabe steht über allem. Das entspricht dem besonderen Verständnis von ÖPP im Bereich der Daseinsvorsorge. Ich liefere die Begründung, warum sie eine ganz besondere Spezies sind, und warum sie bevorzugt als gemeinsames Unternehmen oder als langfristig angelegtes Betriebsführungsmodell uns begegnen. Das Außergewöhnliche kommt zum Schluss. Das sind zum Beispiel die eher seltenen Allianzen von Kommunen und Kirchen. Aber auch der Mix von Kommune, Staat und Stadtwerk beim Betrieb von Großflughäfen in München und Köln/Bonn. Dort funktioniert diese öffentlich-öffentliche Liaison. Partnerschaften geht man ein, damit Aufgaben besser gelöst werden. Deshalb sind Kompetenzen eines potenziellenpotentiellen Partners entscheidend und nicht, aus welcher Eigentümergattung er kommt.

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Authors and Affiliations

  1. 1.BerlinDeutschland

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