Advertisement

Von der BeGründung Sozialer Arbeit

Zur Aufklärungskraft eines wissenshistorisch geschulten Blicks
  • Fabian KesslEmail author
Chapter

Zusammenfassung

Im vorliegenden Beitrag wird eine wissenshistorische Perspektive auf die Frage der BeGründung Sozialer Arbeit eingenommen. Diese sensibilisiert vor allem für die historischen Bedingungen der Möglichkeit einer BeGründung Sozialer Arbeit, sowohl im Sinne eines Blicks auf die alltägliche Übersetzung und Umsetzung wissenschaftlichen Wissens in den Feldern Sozialer Arbeit als auch hinsichtlich der konkreten alltäglichen Wissensproduktion durch die Akteur*innen Sozialer Arbeit – in professioneller wie fachpolitischer Gestalt(ung). Eine solche erweiterte und veränderte Perspektive auf die BeGründung Sozialer Arbeit wird im vorliegenden Beitrag exemplarisch an einer gegenwartsanalytischen und einer professionstheoretischen Reflexion angedeutet.

Schlüsselwörter

Wissensgeschichte Gegenwartsanalyse Ökonomisierung Managerialisierung Professionstheorie 

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Literatur

  1. Becker-Lenz, R., & Müller, S. (2009). Der professionelle Habitus in der Sozialen Arbeit. Grundlagen eines Professionsideals. Bern et al.: Peter Lang.Google Scholar
  2. Beckmann, C. (2004). Qualität in der Sozialen Arbeit: Zwischen Nutzerinteresse und Kostenkontrolle. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften.Google Scholar
  3. Bitzan, M., & Bolay, E. (2016). Soziale Arbeit – die Adressatinnen und Adressaten: Theoretische Klärung und Handlungsorientierung. Leverkusen: Barbara Budrich.Google Scholar
  4. Bohlender, M. (2007). Metamorphosen des liberalen Regierungsdenkens. Politische Ökonomie, Polizei und Pauperismus. Weilerswist: Velbrück.Google Scholar
  5. Brückweh, K., Schumann, D., Wetzell, R. F., & Ziemann, B. (Hrsg.). Engineering Society. The Role of the Human and Social Sciences in Modern Societies, 1880–1980. Basingstoke: Palgrave Macmillan.Google Scholar
  6. Cloos, P., & Thole, W. (Hrsg.) (2006). Ethnografische Zugänge. Professions- und Adressatinnenbezogene Forschung im Kontext von Pädagogik. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften.Google Scholar
  7. Dahme, H.-J., & Wohlfahrt, N. (2003). Soziale Dienste auf dem Weg in die Sozialwirtschaft. Auswirkungen der „Neuen Steuerung“ auf die freien Träger und Konsequenzen für die Soziale Arbeit. Widersprüche, 23, S. 41–56.Google Scholar
  8. Dahmen, S. (2019). Subjektivierung und Optimierung von Jugend in (sozial-)pädagogischen Aktivierungspraktiken. Universität Bielefeld: Dissertationsschrift (unveröffentlicht).Google Scholar
  9. Dollinger, B. (2006). Die Pädagogik der sozialen Frage. (Sozial-)pädagogische Theorie vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zum Ende der Weimarer Republik. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften.Google Scholar
  10. Evans, T., & Harris, J. (2004). Street-Level Bureaucracy, Social Work and the (Exaggerated) Death of Discretion. British Journal of Social Work, 34, S. 871–895.Google Scholar
  11. Flößer, G., & Otto, H.-U. (Hrsg.) (1992). Sozialmanagement oder Management des Sozialen? Bielefeld: KT-Verlag.Google Scholar
  12. Gedrath, V. (2003). Vergessene Traditionen der Sozialpädagogik. Weinheim: Juventa.Google Scholar
  13. Gräser, M. (2009). Wohlfahrtsgesellschaft und Wohlfahrtsstaat. Bürgerliche Sozialreform und Welfare State Building in den USA und in Deutschland, 1880–1940. Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht.Google Scholar
  14. Graßhoff, G. (2012). Adressaten, Nutzer, Agency: Akteursbezogene Forschungsperspektiven in der Sozialen Arbeit. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften.Google Scholar
  15. Grohs, S., & Bogumil, J. (2011). Management sozialer Dienste. In: A. Evers et al. (Hrsg.), Handbuch Soziale Dienste (S. 299–316). Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften.,Google Scholar
  16. Grunwald, K. (Hrsg.) (2009). Vom Sozialmanagement zum Management des Sozialen? Eine Bestandsaufnahme. Baltmannsweiler: Schneider Hohengehren.Google Scholar
  17. Herrmann, C. (2016). Thematisierungsweisen guter Arbeit. Eine empirische Untersuchung im Feld der Kinder- und Jugendwohngruppenarbeit. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften.Google Scholar
  18. Koch, M., Piñeiro, E., & Pasche, N. (2019). „Wir sind ein Dienst, keine Behörde.“ Multiple institutionelle Logiken in einem Schweizer Jugendamt – ein ethnografisches Fallbeispiel aus der street-level bureaucracy. Forum Qualitative Sozialforschung / Forum: Qualitative Social Research, 20, S. 1–30.Google Scholar
  19. Krölls, A. (2000). Die Ökonomisierung der Sozialarbeit. Die Reform des Sozialstaates und der Zeitgeist der Standortpflege in Wissenschaft und Berufspraxis. In M. Lindenberg (Hrsg.), Von der Sorge zur Härte (S. 55–87). Bielefeld: Kleine.Google Scholar
  20. Langer, A. (2009). Jugendhilfe und Verwaltungsreform. Zur Entwicklung der Rahmenbedingungen sozialer Dienstleistungen. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften.Google Scholar
  21. Lemke, T., Krasmann, S., & Bröckling, U. (2000). Gouvernementalität, Neoliberalismus und Selbsttechnologien. Eine Einleitung. In U. Bröckling, S. Krasmann & T. Lemke (Hrsg.). Gouvernementalität der Gegenwart. Studien zur Ökonomisierung des Sozialen (S. 7–40). Frankfurt am Main: Suhrkamp.Google Scholar
  22. Lütke-Harmann, M. (2016). Symbolische Metamorphosen. Eine problemgeschichtliche Studie zur politischen Epistemologie der Sozialpädagogik. Weilerswist: Velbrück Wissenschaft.Google Scholar
  23. Merchel, J. (2017). Management ist nur dann gut, wenn es mit dem Gegenstand „Soziale Arbeit“ verknüpft ist! – Das Spezifische an Organisationen der Sozialen Arbeit und seine Bedeutung für das Management. In A. Wöhrle, A. Fritze, T. Prinz & G. Schwarz (Hrsg.), Sozialmanagement – Eine Zwischenbilanz (S. 281–296). Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften.Google Scholar
  24. Messmer, H. (2007). Jugendhilfe zwischen Qualität und Kosteneffizienz. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften.Google Scholar
  25. Nothdurfter, U. (2016). The street-level delivery of activation policies: constraints and possibilities for a practice of citizenship. European Journal of Social Work, 19, S. 420–440.CrossRefGoogle Scholar
  26. Otto, H.-U., & Ziegler, H. (2011). Managerialismus. In H.-U. Otto & H. Thiersch (Hrsg.), Handbuch Soziale Arbeit (S. 901–911). München/Basel: Reinhardt.Google Scholar
  27. Paschen, H. (1981). Zur Systematik der Erziehungswissenschaft und ihrer Repräsentation an Wissenschaftlichen Hochschulen. Bildung und Erziehung, 34, S. 20–34.CrossRefGoogle Scholar
  28. Raphael, L. (1996). Die Verwissenschaftlichung des Sozialen als methodische und konzeptionelle Herausforderung für eine Sozialgeschichte des 20. Jahrhunderts. In Geschichte und Gesellschaft, 22, S. 165–193.Google Scholar
  29. Seithe, M. (2016). Ökonomisierung und ihre Folgen in der Kinder- und Jugendhilfe. In C. Müller, E. Mührel & B. Birgmeier (Hrsg.), Soziale Arbeit in der Ökonomisierungsfalle (S. 141–158). Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften.Google Scholar
  30. Thole, W. (2012). Die Soziale Arbeit – Praxis, Theorie, Forschung und Ausbildung. Versuch einer Standortbestimmung. In: W. Thole (Hrsg.), Grundriss Soziale Arbeit: Ein einführendes Handbuch (S. 19–70). Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften.CrossRefGoogle Scholar
  31. Thole, W., & Küster-Schapfl, E.-U. (1997). Sozialpädagogische Profis. Beruflicher Habitus, Wissen und Können von PädagogInnen in der außerschulischen Kinder und Jugendarbeit. Opladen: Leske + Budrich.Google Scholar
  32. Sommerfeld, P. (2003). Professionelles Handeln und Organisation oder: Ist der Ritt auf dem Tiger möglich? Empirische Ergebnisse zum Verhältnis von ökonomischer und professioneller Rationalität. In Neue Praxis, 1, S. 62–86Google Scholar
  33. Thole, W., Milbradt, B., Göbel, S., & Rißmann, M. (2016). Wissen und Reflexion. Der Alltag in Kindertageseinrichtungen im Blick der Professionellen. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften.Google Scholar
  34. Uhlendorff, U. (2003). Geschichte des Jugendamtes. Entwicklungslinien öffentlicher Jugendhilfe 1871 bis 1929. Weinheim, Basel und Berlin: Beltz/Votum.Google Scholar
  35. Vogel, J. (2004). Von der Wissenschafts- zur Wissensgeschichte. Für eine Historisierung der „Wissensgesellschaft“. In Geschichte und Gesellschaft, 30, S. 639–660.Google Scholar
  36. Wöhrle, A. (2017). Die Diskussion über das Sozialmanagement. In ders., Agnès Fritze, Thomas Prinz & Gotthart Schwarz (Hrsg.), Sozialmanagement – Eine Zwischenbilanz (S. 17–40). Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften.Google Scholar

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH, ein Teil von Springer Nature 2020

Authors and Affiliations

  1. 1.Bergische Universität WuppertalWuppertalDeutschland

Personalised recommendations