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Der Ablauf eines GABEK®-Projekts am Beispiel der Organisationsentwicklung: Von Schwerpunkten zur Auswahl von Maßnahmen

  • Josef Zelger
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Zusammenfassung

Im vorangehenden Kap.  14 wurde berichtet, wie durch ein Projekt der Schulentwicklung in sechs Schulzentren in Bremen und Bremerhaven Schwerpunkte für die zukünftige Entwicklung festgelegt werden konnten. Basis dafür waren 64 Interviews, die mit den Schulleiterinnen und Schulleitern sowie mit Lehrpersonen der sechs Schulen geführt worden waren. Nun haben die befragten Lehrpersonen nicht nur Beschreibungen und Bewertungen der aktuellen Situation zum Ausdruck gebracht, sondern sie äußerten auch viele Wirkungsannahmen und Vermutungen über kausale Einflüsse. Auf der Grundlage ihres Erfahrungswissens haben sie damit auch auf mögliche Veränderungsprozesse hingewiesen. Vom GABEK®-Team wurden in einem weiteren Arbeitsschritt alle Wirkungsvermutungen kodiert, da viele davon auf mögliche Maßnahmen zu einer positiven Beeinflussung von Schwerpunkten verweisen. Die konkreten Vorschläge für Maßnahmen wurden für jeden beschlossenen Schwerpunkt aller sechs Schulen grafisch dargestellt und besprochen.

Anhand von Pfeildiagrammen, die für jeden Schwerpunkt Einflussmöglichkeiten darstellen, konnten in Umsetzungsworkshops von jeder Schule Maßnahmen ausgewählt werden, die mit Bezug auf den aktuellen Entwicklungsstand der Schule angemessen erschienen. Diese ausgewählten Maßnahmen wurden darauf in Leitungsgremien und in den Kollegien der Schulen reflektiert, angepasst oder ergänzt. Im Abschn. 15.1 wird dargestellt, wie ein Umsetzungsworkshop durchgeführt wird, bei dem es um die Auswahl von Maßnahmen an einer Schule geht. In Abschn. 15.2 werden Projektergebnisse einer Beispielschule präsentiert. Um Reibungsverluste bei der Umsetzung der Maßnahmen zu vermeiden, wird gezeigt, wie von den für die Durchführung verantwortlichen Personen Teams gebildet werden, wenn sich deren Maßnahmen in ihren Folgen überschneiden. Auf der Grundlage der verbal formulierten Daten werden kleine Arbeitsgruppen empfohlen, so dass bei geringem Zeitaufwand Synergieeffekte von Maßnahmen entstehen.

Abschließend wird in Abschn. 15.3 gezeigt, wie die Ergebnisse des Projektes für die Schulbehörde und auch für Schulen, die nicht beteiligt waren, Anregungen zur Organisationsentwicklung bieten. (Siehe dazu Schulz et al. 2008)

Literatur

  1. Schulz J, Kurz S, Zelger J (2008) Entlastung durch neue Arbeitsformen. Ergebnisse aus dem Projekt ReBiz III, ProjektberichtGoogle Scholar

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH, ein Teil von Springer Nature 2019

Authors and Affiliations

  • Josef Zelger
    • 1
  1. 1.Universität InnsbruckInnsbruckÖsterreich

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