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Fiktion Selbstorganisation. Eine ästhetische Perspektive

  • Stefan HutmacherEmail author
Chapter
Part of the uniscope. Publikationen der SGO Stiftung book series (UNISCOPE)

Zusammenfassung

Dieser Beitrag setzt sich mit der Frage auseinander, was uns der Selbstorganisation-Diskurs über den Zustand unserer Gesellschaft sagen kann. Entlang des Ästhetikbegriffs von Jacques Rancières wird Selbstorganisation als spezifischer Modus der Erfahrung des Menschen in unserer Zeit reflektiert. Selbstorganisation wird hierbei als Fiktion unseres Denkens verstanden. Handelnde und sich selbst reflektierende Subjekte erzeugen eine gemeinsame Realität, die sinnlich ausgestattet wird. In diesem Raum werden Handlungsweisen und Interpretationen von Ereignissen spezifisch miteinander verbunden. In der Betrachtung von Selbstorganisation wird Ordnung und Unordnung kartografiert, sodass wir eine gemeinsame Realität wahrnehmen. Damit verbunden ist die Frage nach den Rändern dieser Fiktion und der möglichen Überschreitung der Konstruktion. Die ästhetische Perspektive betrachtet die Fiktion als Gewebe von Seins-Bedingungen und ihren Narrationen.

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Authors and Affiliations

  1. 1.Fachhochschule NordwestschweizMuttenzSchweiz

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