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Leitannahmen

  • Eike Christoph WindscheidEmail author
Chapter

Zusammenfassung

Die psychische Erkrankung von Beschäftigten im Allgemeinen sowie die hiermit verknüpfte krankheitsbedingte Abwesenheit vom Arbeitsplatz stellen sowohl aus betrieblicher als auch aus persönlicher Perspektive krisenhafte Ausnahmezustände dar. Der Vorgang der Rückkehr an den Arbeitsplatz kann als Mittel zur Überwindung dieser Ausnahmezustände betrachtet werden sowie als Ausgangspunkt der Vorbeugung von Folgeproblemen oder erneuten Krisensituationen. Rückkehrprozesse im Allgemeinen sind mit Entfremdung und Wandel verknüpft, so dass eine reibungslose Wiederkehr nicht ohne Weiteres vorausgesetzt werden kann. Dies insbesondere angesichts einer größeren Anzahl divergierender Interessenlagen und Erwartungshaltungen verschiedener Stakeholdergruppen, die den Rückkehrvorgang sozial einbetten. Im spezifischen Fall der Rückkehr an den Arbeitsplatz nach psychischer Erkrankung sind im Prozess der Wiederkehr insbesondere arbeitsbezogene Veränderungen in Rechnung zu stellen, die sich auf personaler, arbeitsorganisatorischer sowie sozialer Ebene eröffnen. Angesichts der besonderen Charakteristika psychischer Erkrankungen, die einen vorbehaltlosen Umgang mit Betroffenen erschweren sowie die betriebliche Gesundheitsarbeit in diesen Fällen voraussetzungsvoll erscheinen lassen, ist eine Verschärfung von Anforderungen an die Bewältigung der Rückkehr an den Arbeitsplatz zu erwarten.

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Authors and Affiliations

  1. 1.BambergDeutschland

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