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Ertragsteuern pp 239-285 | Cite as

Behandlung aperiodischer Vorgänge, insbesondere Veräußerungen

  • Andreas Dinkelbach
Chapter

Zusammenfassung

Bei der Frage der einkommensteuerlichen Behandlung von aperiodischen Vorgängen (insbesondere Veräußerungsvorgängen, daneben Umstrukturierungen, Bildung temporärer Rücklagen etc.) ist zunächst festzustellen, dass grundsätzlich nur solche Vermögenswertänderungen steuerlich beachtlich sind, die im Betriebsvermögen anfallen oder im Privatvermögen – bei Erwerb eines Wirtschaftsguts des Geldkapitalvermögens nach 2008 – im Rahmen der Einkünfte aus Kapitalvermögen. Sonstige Veräußerungsvorgänge im Privatvermögen (Vermögen, das in Verbindung steht mit den Überschusseinkunftsarten § 2 Abs. 1 Satz 1 Nr. 4, 6 und 7 EStG oder Vermögen, das nicht zur Einkünfteerzielung eingesetzt wird) sind hingegen grundsätzlich einkommensteuerlich irrelevant. Von letzterem Grundsatz gibt es jedoch zwei bedeutende Ausnahmen: Einkommensteuerlich beachtlich ist die Veräußerung von Kapitalgesellschaftsanteilen im Rahmen des § 17 EStG (unabhängig vom Zeitpunkt des Erwerbs der Anteile) sowie die Veräußerung von Wirtschaftsgütern im Rahmen des § 22 Nr. 2 i. V. m. § 23 EStG (sog. private Veräußerungsgeschäfte). Erfolgen Übertragungen unentgeltlich, z. B. Schenkung eines Betriebs oder Vererbung einer Immobilie des Privatvermögens, tritt der Rechtsnachfolger grundsätzlich in die Fußstapfen des Rechtsvorgängers (§ 6 Abs. 3 EStG, § 11d Abs. 1 EStDV) und übernimmt dessen (fortgeführte) Anschaffungs- oder Herstellungskosten (einschließlich der – ebenso fortzuführenden – AfA-Methode) sowie Anschaffungsdatum bzw. -fristen (Abb. 10.1).

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Authors and Affiliations

  • Andreas Dinkelbach
    • 1
  1. 1.Hochschule NiederrheinMönchengladbachDeutschland

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