Advertisement

Wissenschaftsmarketing für die Geisteswissenschaften: Kommunikationskonzept für den Sonderforschungsbereich 933 „Materiale Textkulturen“ an der Universität Heidelberg

  • Nele SchneidereitEmail author
Chapter

Zusammenfassung

Auch Wissenschaften, die ihrem Wesen nach keine Marktwerte, sondern Wissen als Selbstwert schaffen, brauchen strategisches Marketing – so auch die Geisteswissenschaften. Das vorliegende Praxisbeispiel versteht Marketing als auf berechtigte Anspruchsnehmer gerichteten Prozess des Austauschs von Wissensleistungen. So verstanden ist Wissenschaftsmarketing für die Geisteswissenschaften erstens hilfreich, um Vorteile im zunehmend harten Wettbewerb um Drittmittel, Forscher und Studierende zu erlangen. Zweitens ist das Marketingziel des zielgerichteten Wissenstransfers und des freien Zugangs eine zentrale Aufgabe gerade der Wissenschaften, die keine Marktwerte schaffen; Wissen als Selbstwert sollte öffentlich zugänglich sein, zudem haben die Geisteswissenschaften gesellschaftlich wichtige Archivierungs-, Reflexions- und Orientierungsaufgaben. Innerhalb der strategischen Marketingplanung entwirft das Kommunikationskonzept die Erfüllung der Aufgabe des Wissenstransfers. Der Beitrag berichtet über die Konzeptions- und Umsetzungsphase eines Kommunikationskonzepts für einen drittmittelgeförderten geisteswissenschaftlichen Forschungsverbund.

Literatur

  1. Böttner, M., Lieb, L., Vater, C. & Witschel, C. (Hrsg.). (2017). 5300 Jahre Schrift. Heidelberg: Wunderhorn.Google Scholar
  2. Bromme, R., Kienhues, D. (2014). Wissenschaftsverständnis und Wissenschaftskommunikation. In T. Seidel & A. Krapp (Hrsg.), Pädagogische Psychologie. 6. Aufl. (S. 55–81). Weinheim: Beltz.Google Scholar
  3. Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) (o. J.). Digitalisierung in Bildung und Forschung. https://www.bmbf.de/de/open-access-das-urheberrecht-muss-der-wissenschaft-dienen-846.html. Zugegriffen: 12. Februar 2018
  4. DFG (o. J.). Modul Öffentlichkeitsarbeit (DFG Vordruck 52.07–10/11). http://www.dfg.de/formulare/52_07/52_07_de.pdf. Zugegriffen: 24. März 2016
  5. DFG (2015). Jahresbericht 2014. Aufgaben und Ergebnisse. http://www.dfg.de/download/pdf/dfg_im_profil/geschaeftsstelle/publikationen/dfg_jb2014.pdf. Zugegriffen: 23. Juni 2016
  6. König, M. (2016). Wissenschaftsbloggen – quo vadis? Vier Aufrufe und zwei Lösungen #wbhyp, Redaktionsblog (Beitrag vom 10.03.2016). http://redaktionsblog.hypotheses.org/2674. Zugriff: 24. Mai 2016
  7. Könnecker, C. (2012). Wissenschaft kommunizieren. Ein Handbuch mit vielen praktischen Beispielen. Heidelberg: Springer.Google Scholar
  8. Mittelstraß, J. (1989). Glanz und Elend der Geisteswissenschaften, Bibliotheks- und Informationssystem der Universität Oldenburg (Oldenburger Universitätsreden 27). Oldenburg: BIS-Verlag der Carl von Ossietzky-Universität. Online: http://diglib.bis.uni-oldenburg.de/pub/unireden/ur27/dokument.pdf. Zugriff: 22. März 2016
  9. Schmidbauer, K. & Knödler-Bunte, E. (2004). Das Kommunikationskonzept: Konzepte entwickeln und präsentieren. Potsdam: university press UMC Potsdam.Google Scholar
  10. Schmidbauer, K. (2011). Vorsprung mit Konzept. Erfolgreich Konzepte für die Unternehmens- und Marketingkommunikation entwickeln. Berlin: Talpa.Google Scholar
  11. Snow, C. P. (1967). Die zwei Kulturen. Literarische und naturwissenschaftliche Intelligenz. Stuttgart: Ernst Klett.Google Scholar
  12. Teichert, D. (2005). Zwischen Vorurteilen und Missverständnissen – Zur Situation der Geisteswissenschaften. Heidelberger Jahrbücher 29, 127–150.Google Scholar
  13. Weitzke, M.-D. & Heckl, W. M. (2016). Wissenschaftskommunikation. Schlüsselideen, Akteure, Fallbeispiele. Berlin/Heidelberg: Springer.Google Scholar
  14. Welzer, H., Verwertungsferne Aufklärer. Warum sich Geisteswissenschaften mehr zumuten müssen. In: Schavan, A. (Hg.), Keine Wissenschaft für sich. Essays zur gesellschaftlichen Relevanz von Forschung, Hamburg (2008), 25–34.Google Scholar
  15. Wernitz, F. (2015). Wissenschaftsmarketing. Grundlagen und Möglichkeiten am Beispiel der Ressortforschung. Wiesbaden: Springer Gabler.Google Scholar
  16. Wissenschaft im Dialog e.V. (WID) (2017). Wissenschaftsbarometer 2017. https://www.wissenschaft-im-dialog.de/projekte/wissenschaftsbarometer/wissenschaftsbarometer-2017/. Zugriff: 12. Februar 2018
  17. Wissenschaftsrat (2016). Basisdaten (09.06.2016). http://www.wissenschaftsrat.de/download/archiv/Basisdaten.pdf. Zugriff: 23. Juni 2016.
  18. Wissenschaftsrat (2006). Empfehlungen zur Entwicklung und Förderung der Geisteswissenschaften in Deutschland. http://www.wissenschaftsrat.de/download/archiv/geisteswissenschaften.pdf. Zugriff: 23. Juni 2016
  19. Zürcher, M. (2016). It’s the humanities, stupid! Gegenstand, Relevanz und Praxis der Geisteswissenschaften. Eine philosophisch-anthropologische Begründung. Hrsg. von Schweizerische Akademie der Geistes- und Sozialwissenschaften. http://www.lisa.gerda-henkel-stiftung.de/binaries/navigation/6312/file_gewi_vol_11_5_2016_internet.pdf?t=1463489160. Zugriff: 23. Juni 2016

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH, ein Teil von Springer Nature 2019

Authors and Affiliations

  1. 1.Sonderforschungsbereich 933 Materiale TextkulturenUniversität HeidelbergHeidelbergDeutschland

Personalised recommendations