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Malaria pp 31-31 | Cite as

Zusammenfassung

  • Friedrich FrischknechtEmail author
Chapter
Part of the essentials book series (ESSENT)

Zusammenfassung

Malaria wird von verschiedenen Parasiten ausgelöst die von Stechmücken übertragen werden. Viele Medikamente wurden schon gegen Malaria eingesetzt aber noch kein effizienter Impfstoff entwickelt.

Malaria ist nach wie vor die tödlichste Infektionskrankheit, die von einem Parasiten verursacht wird. Sie kam bis vor ca. 50 Jahren auf der ganzen Welt vor, ist aber als Armutskrankheit mittlerweile auf die Tropen beschränkt. Im Laufe der Geschichte kam es zu Mutationen im menschlichen Genom, die vor schwerer Malaria schützen, aber auch andere Krankheiten auslösen können. Viele Medikamente wurden gegen Malaria entwickelt, jedoch noch kein guter Impfstoff. Menschen, die oft eine Malaria hatten, entwickeln allerdings einen Immunschutz gegen die Krankheit.

Die unterschiedlichen Erreger der Malaria, Plasmodien, werden von Anopheles Stechmücken übertragen. Nur wenige der Erreger gelangen beim Stich in die Haut und über das Blut schließlich in die Leber, wo sie sich zum ersten Mal vermehren. Aus der Leber ausgetreten können sie sich in roten Blutzellen vermehren, was zu den Symptomen der Krankheit führt: Fieberschübe, wenn Parasiten aus den Zellen austreten, Kopfschmerzen, Organversagen oder Koma, wenn sich infizierte Zellen, vom Parasiten gesteuert, an die Blutgefäße anheften und diese verstopfen. Die Parasiten bilden Keimzellen aus, die bei der nächsten Blutmahlzeit in den Mückenmagen gelangen und dort verschmelzen. Es kommt zu einer Vielzahl leicht unterschiedlicher Parasitenstämme, was die Herstellung eines Impfstoffes erschwert.

Verschiedene Impfmethoden wurden schon und werden derzeit getestet. Darunter sind ‚einfache‘ Impfstoffe, wie einzelne Proteine der Parasiten und abgeschwächte lebende Parasiten. Viele dieser Impfstoffe wurden zuerst im Tiermodell entwickelt, da unter anderem auch Mäuse von verschiedenen Plasmodien infiziert werden können. Während es prinzipiell möglich ist, Menschen durch eine Impfung zu schützen, sind die bisherigen Erfolge nicht für eine breite Anwendung in den Tropen geeignet.

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH, ein Teil von Springer Nature 2019

Authors and Affiliations

  1. 1.Department für Infektiologie, Abteilung ParasitologieUniversitätsklinikum HeidelbergHeidelbergDeutschland

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