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Diagnostik pp 63-103 | Cite as

Förderdiagnostik

  • Erwin BreitenbachEmail author
Chapter
Part of the Module Erziehungswissenschaft book series (MOERZ, volume 5)

Zusammenfassung

Um das Konzept Förderdiagnostik zu fassen, ist zunächst eine Auseinandersetzung mit seinen theoretischen Grundlagen zwingend, um dann in einem zweiten Schritt die praktische Seite oder die Umsetzung in konkretes diagnostisches Handeln über die Beschreibung von förderdiagnostischen Methoden zu berücksichtigen. Der problembeladene Förderbegriff und der ebenso vage Begriff des Förderbedarfs und Förderplans stehen genauso im Zentrum theoretischer Grundlegung wie die Bestimmungsstücke der Förderdiagnostik, die das typische dieser ureigenen sonderpädagogischen Diagnostik herausstellen. Die Analyse der einschlägigen Fachliteratur legt folgende Bestimmungsstücke nahe: Lernprozesse analysieren, die Situation, den Kontext einbeziehen, Diagnose und Förderung konsequent miteinander verknüpfen, vorgeordnete Theorien und Wertvorstellungen mitdenken und sich an den Kompetenzen orientieren (Breitenbach, Unterricht in Diagnose- und Förderklassen, Julius Klinkhardt, Bad Heilbrunn, 2014). Das Kapitel beenden Überlegungen zum Verhältnis von Förderdiagnostik und Diagnostik in der inklusiven Schule.

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Authors and Affiliations

  1. 1.Humboldt Universität zu BerlinBerlinDeutschland

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