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Zwischen formeller Demokratisierung und neoliberaler Strukturanpassung – Das EU-Beitrittsprojekt

  • Axel GehringEmail author
Chapter
Part of the Globale Politische Ökonomie book series (GPÖ)

Zusammenfassung

Der Prozess der Neoliberalisierung seit 1980 hatte sich in seiner institutionellen Dimension als ein Zusammenspiel von transatlantischen Finanzinstitutionen und den Imperativen der europäischen Integration konstituiert, die beide in einem hohen Maße komplementär waren. Die türkische Ökonomie hatte sich dabei strukturell in einer unterlegenen Position befunden, da sie Produkte mit geringerer Wertschöpfung herstellte und zugleich aus den am stärksten entwickelten kapitalistischen Ökonomien Produkte mit höherer Wertschöpfung importierte – daraus resultierende Leistungsbilanzdefizite hatte sie zu finanzieren. Diese Notwendigkeit zur Finanzierung der Defizite stellte einen strukturellen Adjustmentzwang an die internationale ökonomische Ordnung dar. Das Kreditverhältnis war letztlich ein wichtiger Hebel zur politischen Implementierung der Strukturanpassungen gewesen.

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© Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH, ein Teil von Springer Nature 2019

Authors and Affiliations

  1. 1.Institut für PolitikwissenschaftPhilipps-Universität MarburgMarburgDeutschland

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