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Klassen- und Staatshandeln als artikulierende Praxen

  • Axel GehringEmail author
Chapter
Part of the Globale Politische Ökonomie book series (GPÖ)

Zusammenfassung

Wie im vorherigen Kapitel ausgeführt, ist das Verhältnis von Klassen und Staat in der Türkei bislang höchst unbefriedigend aufgearbeitet, vor allem fehlt zurzeit noch eine gesellschaftstheoretische und historische Grundierung, was nicht zuletzt die omnipräsente Rolle instrumentalistischer und orientalistischer Zugänge zum Staat, aber auch zur Hegemonie illustriert. Dies gilt zumindest für den deutschsprachigen Raum und blockiert dort (wie im ersten Kapitel gezeigt) die Entwicklung kritischer Ansätze zu den EU-Türkei-Beziehungen. Auch jene Kräfte, die den Staat in (West-)Europa als gesellschaftliches Verhältnis betrachten, neigen – entgegen ihrem eigenen Anspruch – zumindest implizit dazu, dem türkischen Staat diesen Charakter abzusprechen und tendieren dazu, ihn als quasi außergesellschaftlichen Apparat (orientalistisch) oder als beliebig manipulierbares Instrument im Dienste einer Gruppe oder Klasse (instrumentalistisch) zu betrachten.

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© Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH, ein Teil von Springer Nature 2019

Authors and Affiliations

  1. 1.Institut für PolitikwissenschaftPhilipps-Universität MarburgMarburgDeutschland

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