Advertisement

Social Media und Holocaust Education. Chancen und Grenzen historisch-politischer Bildung

  • Hannes BurkhardtEmail author
Chapter
Part of the Holocaust Education – Historisches Lernen – Menschenrechtsbildung book series (HEM)

Zusammenfassung

Der Beitrag zeigt anhand von zwei aktuellen Fallbeispielen, dass Social Media es wie kaum andere Medien leisten können, eine erhebliche Breite an Akteurinnen und Akteuren und Positionen in Form von kurzen Texten medial und diskursiv abzubilden und Kontroversität lebensweltnah und schülerinnen- bzw. schülerorientiert in Lernprozesse einzubinden. Social Media sind in der Lage, hochaktuelle Kontroversen zu historischen, geschichtspolitischen und erinnerungskulturellen Themen medienspezifisch zu bezeugen. Bei den beiden Fallbeispielen handelt es sich zum einen um die kontrovers diskutierte Verleihung des Musikpreises „Echo“ an die Rapmusiker Kollegah und Farid Bang im April 2018 und zum anderen um die Instrumentalisierung der Erinnerung an die Bombardierung Dresdens am Ende des Zweiten Weltkrieges im Februar 2018. Beide Fallbeispiele sind in Social Media mit diskursiven Bezügen zum Holocaust kontrovers in Erscheinung getreten. Entscheidende grundlegende Grenzen für nationale historisch-politische Bildung nicht nur zum Thema Holocaust zieht seit den 1970er Jahren der Beutelsbacher Konsens. Die Frage, in welchem Rahmen des Kontroversitätsgebotes nicht nur mittels Social Media rechtspopulistische und -extremistische Positionen in Lernprozesse integriert werden können, wird deshalb ebenfalls beleuchtet, um ausgehend von den beiden Fallbeispielen didaktische Chancen für die Holocaust Education zu illustrieren.

Abstract

Based on two current case studies, the article shows that social media offer short texts which can be read as a condensation of a considerable range of actors and their positions. Using social media allows teachers to integrate controversy at different places of historical-political education. Social media can illustrate controversies in the fields of history politics and memory culture. The two case studies are on the one hand on the controversies around awarding the music prize “Echo” to the Hip-Hop-musicians Kollegah and Farid Bang in April 2018 and on the other hand on the instrumentalization of the memory of the bombing of Dresden at the end of the Second World War in February 2018. Both topics/issues sparked controversies in social media with discursive references to the Holocaust. Since the 1970s the Beutelsbach consensus—as a minimum standard of civic education—offers guidelines for dealing with controversial topics—also beyond the Holocaust. The article deals with the question, to what extent also controversial right-wing populist and extremist positions—not only by means of social media—should be integrated into learning processes in order to illustrate didactic opportunities for Holocaust Education resulting from the two case studies.

Literatur

  1. Ahlheim, Klaus. 2009. Die Kirche im Dorf lassen. Ein nüchterner Blick auf den Beutelsbacher Konsens. Erwägen Wissen Ethik 20 (2): 248–250.Google Scholar
  2. Ahlheim, Klaus. 2012. Die ‚weiße Flagge gehißt‘? Wirkung und Grenzen des Beutelsbacher Konsenses. In Politische Bildung zwischen Formierung und Aufklärung, Hrsg. Klaus Ahlheim und Johannes Schillo, 75–92. Hannover: Offizin.Google Scholar
  3. Alavi, Bettina, und Susanne Popp. 2012. Menschenrechtsbildung – Holocaust Education – Demokratieerziehung. Zeitschrift für Geschichtsdidaktik 11: 7–10.Google Scholar
  4. Ayaß, Wolfgang, und Dietfrid Krause-Vilmar. 1998. Mit Argumenten gegen die Holocaust-Leugnung: die Leugnung der nationalsozialistischen Massenmorde als Herausforderung für Wissenschaft und politische Bildung?, 2. Aufl. Wiesbaden: Hessische Landeszentrale für politische Bildung.Google Scholar
  5. Baumgärtner, Ullrich. 2003. „Holocaust education“ oder Geschichtsunterricht? Politisch-moralische Herausforderungen des historischen Lernens in der Schule. In Jüdische Geschichte: Alte Herausforderungen, neue Ansätze, Hrsg. Eli Bar-Chen, 178–193. München: Herbert Utz.Google Scholar
  6. Becker, Axel. 2017. Historische Urteilsbildung. In Handbuch Praxis des Geschichtsunterrichts, Hrsg. Michele Barricelli und Martin Lücke. Schwalbach/Ts.: Wochenschau.Google Scholar
  7. Bergander, Götz. 1994. Dresden im Luftkrieg. Vorgeschichte – Zerstörung – Folgen, 2. Aufl. Weimar: Flechsig.CrossRefGoogle Scholar
  8. Bergmann, Klaus. 2012. Der Gegenwartsbezug im Geschichtsunterricht, 3. Aufl. Schwalbach/Ts: Wochenschau.Google Scholar
  9. Bergmann, Klaus. 2016a. Gegenwarts- und Zukunftsbezug. In Handbuch Methoden im Geschichtsunterricht, 5. Aufl, Hrsg. Peter Adamski, Ulrich Mayer, Hans-Jürgen Pandel, und Gerhard Schneider, 91–112. Schwalbach/Ts: Wochenschau.Google Scholar
  10. Bergmann, Klaus. 2016b. Multiperspektivität: Geschichte selber denken, 3. Aufl. Schwalbach/Ts: Wochenschau.Google Scholar
  11. Bergmann, Klaus. 2016c. Multiperspektivität. In Handbuch Methoden im Geschichtsunterricht, 5. Aufl, Hrsg. Peter Adamski, Ulrich Mayer, Hans-Jürgen Pandel, und Gerhard Schneider, 65–77. Schwalbach/Ts: Wochenschau.Google Scholar
  12. Binninger, Annette. 2017. Dresden tritt dem Opfermythos entgegen. http://www.tagesspiegel.de/politik/gedenken-an-2-weltkrieg-dresden-tritt-dem-opfermythos-entgegen/19387160.html. Zugegriffen: 9. Jan. 2018.
  13. Brown, Adam und Deb Waterhouse-Watson. 2014. The future of the past: Digital media in Holocaust museums. Holocaust Studies. A Journal of Culture and History 20 (3): 1–32.Google Scholar
  14. Buck, Thomas M. 2017. Lebenswelt- und Gegenwartsbezug. In Handbuch Praxis des Geschichtsunterrichts, Hrsg. Michele Barricelli und Martin Lücke, 289–300. Schwalbach/Ts: Wochenschau.Google Scholar
  15. Burkhardt, Hannes. 2014a. Anne Frank auf Facebook. Erinnerungskulturen im Social Web zwischen Trivialisierung und innovativer Erinnerungsarbeit. In Anne Frank: Mediengeschichten, Hrsg. Peter Seibert, Jana Pieper, und Alfonso Meoli, 136–163. Berlin: Metropol.Google Scholar
  16. Burkhardt, Hannes. 2014b. Facebook im Geschichtsunterricht, online: http://lernen-aus-der-geschichte.de/Lernen-und-Lehren/content/12154. Zugegriffen: 1. Juli 2018.
  17. Burkhardt, Hannes. 2016a. Digitale Erinnerungskulturen im Social Web. Personen des „Dritten Reichs“ auf Facebook am Beispiel von Claus Stauffenberg, Sophie Scholl und Erwin Rommel. In Neue geschichtsdidaktische Forschungen: Aktuelle Projekte, Hrsg. Gerhard Henke-Bockschatz, 163–188. Göttingen: V&R unipress.Google Scholar
  18. Burkhardt, Hannes. 2016b. Irma Grese im Social Web. Genderspezifische Geschichtsnarrative auf Facebook, Twitter, Pinterest und Instagram. In Gender in Geschichtsdidaktik und Geschichtsunterricht: Neue Beiträge zu Theorie und Praxis, Hrsg. Nadja Bennewitz und Hannes Burkhardt, 235–260. Berlin: LIT.Google Scholar
  19. Burkhardt, Hannes. 2017. Erinnerungskulturen im Social Web. Auschwitz und der Europäische Holocaustgedenktag auf Twitter. In Geschichtsunterricht – Geschichtsschulbücher – Geschichtskultur. Aktuelle geschichtsdidaktische Forschungen des wissenschaftlichen Nachwuchses, Hrsg. Uwe Danker, 213–236. Göttingen: V&R unipress.CrossRefGoogle Scholar
  20. Burkhardt, Hannes. 2018a. Geschichte im Social Web. Historische Orte, Personen und Ereignisse der Zeit des Nationalsozialismus auf Facebook, Twitter, Pinterest und Instagram. Dissertation (eingereicht und unveröffentlicht). Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg.Google Scholar
  21. Burkhardt, Hannes. 2018b. Mythosmaschine Twitter? Fakten und Fiktionen im Social Web zu Rudolf Heß und der Bombardierung Dresdens 1945. Zeitschrift für Geschichtsdidaktik 17: 42–56.Google Scholar
  22. Burkhardt, Hannes. 2019. Social Media im Geschichtsunterricht. Gegenwarts- und lebensweltnahe kontroverse Geschichtsdeutungen auf Twitter, Instagram und Facebook. In Fake und Filter. Historisches und politisches Lernen in Zeiten der Digitalisierung, Hrsg. Sebastian Barsch, Hans-Joachim Langbehn, Andreas Lutter und Christian Meyer-Heidemann. Frankfurt a. M. (in Vorbereitung).Google Scholar
  23. Die Welt. 2017. „Opfermythos“ – Drohungen gegen Oberbürgermeister. https://www.welt.de/politik/deutschland/article161817714/Opfermythos-Drohungen-gegen-Oberbuergermeister.html. Zugegriffen: 9. Febr. 2018.
  24. Drücker, Ansgar. 2016. Der Beutelsbacher Konsens und die politische Bildung in der schwierigen Abgrenzung zum Rechtspopulismus. In Brauchen wir den Beutelsbacher Konsens? Eine Debatte der politischen Bildung, Hrsg. Benedikt Widmaier und Peter Zorn, 123–130. Bonn: Bundeszentrale für Politische Bildung.Google Scholar
  25. Eigler, Nikolaus und Christoph Kühberger. 2018. Zur kompetenzorientierten Einbindung von Bildern in Geschichtsschulbüchern. Eine geschichtsdidaktisch kategoriale Erschließung am Beispiel des Themenbereiches Nationalsozialismus und Holocaust. In Historisch Denken lernen mit Schulbüchern, Hrsg. Christoph Bramann, Christoph Kühberger und Roland Bernhard, 160–180. Frankfurt a. M.: Wochenschau.Google Scholar
  26. Gloël, Rolf, Kathrin Gützlaff, und Jack Weber. 2017. Gegen Rechts argumentieren lernen, aktualisierte Neuausgabe. Hamburg: VSA.Google Scholar
  27. Gray, Michael. 2014. The digital era of Holocaust education. In Contemporary debates in holocaust education, Hrsg. Michael Gray, 99–114. New York: Palgrave Macmillan.CrossRefGoogle Scholar
  28. Groschek, Iris und Jost Steffen. 2016. Tweetup und MemorialWalk. Social Media in der Vermittlung an den KZ-Gedenkstätten Neuengamme und Dachau. http://lernen-aus-der-geschichte.de/Lernen-und-Lehren/content/13114. Zugegriffen: 1. Juli 2018.
  29. Hartman, Geoffrey. 2016. Future Memory: Reflections on Holocaust Testimony and Yale’s Fortunoff Video Archive. In Preserving survivors’ memories: Digital testimony collections about Nazi persecution history, education and media, Hrsg. Nicolas Apostolopoulos, Michele Barricelli, und Gertrud Koch, 13–36. Berlin: EVZ.Google Scholar
  30. Heinrich, Gudrun. 2016. Politische Bildung gegen Rechtsextremismus und Rechtspopulismus. Welche Bedeutung hat der Beutelsbacher Konsens? In Brauchen wir den Beutelsbacher Konsens? Eine Debatte der politischen Bildung, Hrsg. Benedikt Widmaier und Peter Zorn, 179–186. Bonn: Bundeszentrale für Politische Bildung.Google Scholar
  31. Heyl, Mathias. 2008. Auf richterliche Anordnung. Rechtsextremisten als unfreiwillige Besucher von KZ-Gedenkstätten. Dachauer Hefte 24: 63–80.Google Scholar
  32. Heyl, Mathias. 2012. Leugnung der nationalsozialistischen Verbrechen als gedenkstättenpädagogisches Problem. In Neue Studien zu nationalsozialistischen Massentötungen durch Giftgas. Historische Bedeutung, technische Entwicklung, revisionistische Leugnung, Hrsg. Günter Morsch und Bertrand Perz, 2. überarbeitete Aufl., 414–424. Berlin: Metropol.Google Scholar
  33. Heyl, Mathias und Dieter Kassel. 2016. Selfies im Konzentrationslager. Zwischen Überforderung und „Dark Tourism“. https://www.deutschlandfunkkultur.de/selfies-im-konzentrationslager-zwischen-ueberforderung-und.1008.de.html?dram:article_id=373812. Zugegriffen: 1. Juli 2018.
  34. Hormel, Ulrike, und Albert Scherr. 2004. Bildung für die Einwanderungsgesellschaft: Perspektiven der Auseinandersetzung mit struktureller, institutioneller und interaktioneller Diskriminierung. Wiesbaden: Springer VS.CrossRefGoogle Scholar
  35. Hufer, Klaus-Peter. 2016a. Argumentationstraining gegen Stammtischparolen: Materialien und Anleitungen für Bildungsarbeit und Selbstlernen, 10. Aufl. Schwalbach/Ts: Wochenschau.Google Scholar
  36. Hufer, Klaus-Peter. 2016b. Argumente am Stammtisch: Erfolgreich gegen Parolen, Palaver und Populismus, 7. Aufl. Schwalbach/Ts: Wochenschau.Google Scholar
  37. International Holocaust Remembrance Alliance. 2014. Using social media in Holocaust education. https://www.holocaustremembrance.com/educational-materials/using-social-media-holocaust-education. Zugegriffen: 1. Juli 2018.
  38. International Holocaust Remembrance Alliance. 2016. Working definition of antisemitism. https://www.holocaustremembrance.com/news-archive/working-definition-antisemitism. Zugegriffen: 1. Aug. 2018.
  39. Jeismann, Karl-Ernst. 1997. Geschichtsbewusstsein – Theorie. In Handbuch der Geschichtsdidaktik, 5. überarbeitete Aufl, Hrsg. Klaus Bergmann und Aleida Assmann, 42–44. Seelze-Velber: Kallmeyer.Google Scholar
  40. Jeismann, Karl-Ernst. 2000. Geschichtsbewusstsein als zentrale Kategorie der Didaktik des Geschichtsunterrichts. In Geschichte und Bildung: Beiträge zur Geschichtsdidaktik und zur historischen Bildungsforschung, Hrsg. Wolfgang Jacobmeyer und Bernd Schönemann, 46–72. Paderborn: Schöningh.Google Scholar
  41. Kansteiner, Wulf. 2017. Transnational Holocaust memory, digital culture and the end of reception studies. In The twentieth century in European memory: Transcultural mediation and reception, Hrsg. Andersen Tea Sindbæk und Barbara Törnquist Plewa, 305–343. Leiden: Brill.Google Scholar
  42. Kansteiner, Wulf. 2018. The Holocaust in the 21st century: Digital anxiety, transnational cosmopolitanism, and never again genocide without memory. In Digital memory studies: Media pasts in transition, Hrsg. Andrew Hoskins, 110–140. New York: Routledge, Taylor & Francis Group.Google Scholar
  43. Keil, Lars Broder und Sven Felix Kellerhoff. 2003. Deutsche Legenden. Vom Dolchstoß und anderen Mythen der Geschichte. Berlin: Christoph Links Verlag.Google Scholar
  44. Knupper, Franziska. 2017. Die Vermessung von Auschwitz. https://www.juedische-allgemeine.de/kultur/die-vermessung-von-auschwitz/ Zugegriffen: 1. Juli 2018.
  45. König, Alexander. 2013. Digital Storytelling und Narrativierung im digitalen Medium. Schülerinnen und Schüler erklären die Techniken nationalsozialistischer Herrschaft. In Handbuch Nationalsozialismus und Holocaust: Historisch-politisches Lernen in Schule, außerschulischer Bildung und Lehrerbildung, Hrsg. Hanns-Fred Rathenow, Birgit Wenzel, und Norbert H. Weber, 283–302. Schwalbach/Ts: Wochenschau.Google Scholar
  46. Körte-Braun, Bernd. 2014. Erinnern in der Zukunft: Frag das Hologramm. https://www.yadvashem.org/de/education/newsletter/10/holograms-and-remembrance.html. Zugegriffen: 1. Juli 2018.
  47. Kühberger, Christoph. 2017. Teaching the Holocaust and national socialism in Austria. Politics of memory, history classes and empirical insights. Holocaust Studies 23 (3): 396–424.Google Scholar
  48. Kühberger, Christoph, und Herbert Neureiter. 2017. Zum Umgang mit Nationalsozialismus, Holocaust und Erinnerungskultur: Eine quantitative Untersuchung bei Lernenden und Lehrenden an Salzburger Schulen aus geschichtsdidaktischer Perspektive. Schwalbach/Ts: Wochenschau.Google Scholar
  49. Llewellyn, Kristina R., und Nicholas Ng-A-Fook. 2017. Introduction: Oral history education for twenty-first-century schooling. In Oral history and education: Theories, dilemmas, and practices, Hrsg. Kristina R. Llewellyn und Nicholas Ng-A-Fook, 1–14. New York: Palgrave Macmillan.CrossRefGoogle Scholar
  50. Lücke, Martin. 2017. Multiperspektivität, Kontroversität, Pluralität. In Handbuch Praxis des Geschichtsunterrichts, 2. Aufl, Hrsg. Michele Barricelli und Martin Lücke, 281–288. Schwalbach/Ts: Wochenschau.Google Scholar
  51. Ma, Minhua, Sarah Coward, und Chris Walker. 2017. Question-answering virtual humans based on pre-recorded testimonies for Holocaust education. In Serious games and edutainment applications, Bd. 2, Hrsg. Minhua Ma und Andreas Oikonomou, 391–409. Cham: Springer.CrossRefGoogle Scholar
  52. Maegerle, Anton. 2010. „Mythos Dresden“. https://www.bnr.de/content/ae-mythos-dresden-ae-0. Zugegriffen: 5. Jan. 2018.
  53. Manfra, Meghan M. und Jeremy D. Stoddard. 2010. Powerful and authentic digital media and strategies for teaching about genocide and the Holocaust. The Social Studies 99 (6): 260–264.Google Scholar
  54. Matthes, Eva und Elisabeth Meilhammer. 2015. Holocaust Education im 21. Jahrhundert. Einleitung zu diesem Band. In Holocaust Education im 21. Jahrhundert. Holocaust Education in the 21st Century, Hrsg. Eva Matthes und Elisabeth Meilhammer, 11–28. Bad Heilbrunn: Klinkhardt.Google Scholar
  55. May, Michael. 2016. Die unscharfen Grenzen des Kontroversitätsgebots und des Überwältigungsverbots. In Brauchen wir den Beutelsbacher Konsens? Eine Debatte der politischen Bildung, Hrsg. Benedikt Widmaier und Peter Zorn, 233–241. Bonn: Bundeszentrale für Politische Bildung.Google Scholar
  56. Meyer, Erik. 2009. Erinnerungskultur 2.0? Zur Transformation kommemorativer Kommunikation in digitalen, interaktiven Medien. In Erinnerungskultur 2.0: Kommemorative Kommunikation in digitalen Medien, Hrsg. Erik Meyer, 175–206. Frankfurt a. M.: Campus.Google Scholar
  57. Müller, Rolf-Dieter, Nicole Schönherr und Thomas Widera. 2010. Abschlussbericht der Historikerkommission zu den Luftangriffen auf Dresden zwischen dem 13. und 15. Februar 1945. https://www.dresden.de/media/pdf/infoblaetter/Historikerkommission_Dresden1945_Abschlussbericht_V1_14a.pdf. Zugegriffen: 5. Jan. 2018.
  58. Neutzner, Matthias. 2005a. Vom Alltäglichen zum Exemplarischen. Dresden als Chiffre für den Luftkrieg der Alliierten. In Das rote Leuchten: Dresden und der Bombenkrieg, Hrsg. Oliver Reinhard, Matthias Neutzner, und Wolfgang Hesse, 110–127. Dresden: Edition Sächsische Zeitung.Google Scholar
  59. Neutzner, Matthias. 2005b. Vom Anklagen zum Erinnern. Die Erzählung vom 13. Februar. In Das rote Leuchten: Dresden und der Bombenkrieg, Hrsg. Oliver Reinhard, Matthias Neutzner, und Wolfgang Hesse, 128–163. Dresden: Edition Sächsische Zeitung.Google Scholar
  60. Oberle, Monika. 2016. Der Beutelsbacher Konsens: eine kritische Würdigung. In Brauchen wir den Beutelsbacher Konsens? Eine Debatte der politischen Bildung, Hrsg. Benedikt Widmaier und Peter Zorn, 251–259. Bonn: Bundeszentrale für Politische Bildung.Google Scholar
  61. Osborg, Eckart. 2000. Rechtsradikale Überzeugungstäter. Verunsicherungs- und Konfrontationspädagogik für die Präventionsarbeit. Standpunkt: Sozial 3: 86–90.Google Scholar
  62. Osborg, Eckart. 2006. Der konfrontative Ansatz der subversiven Verunsicherungspädagogik in der Präventionsarbeit mit rechten und rechtsorientierten Jugendlichen. In Konfrontative Pädagogik: Konfliktbearbeitung in Sozialer Arbeit und Erziehung, 2. Aufl, Hrsg. Jens Weidner und Rainer Kilb, 191–207. Wiesbaden: Springer VS.CrossRefGoogle Scholar
  63. Oswalt, Vadim. 2016. Planung von Unterrichtseinheiten: Wie man Geschichte (an)ordnen kann. Schwalbach/Ts: Wochenschau.Google Scholar
  64. Pallaske, Christoph. 2014. Digitales Geschichtslernen zum Holocaust|Praxisbeispiele|Workshop Berlin 27. Januar 2015. https://historischdenken.hypotheses.org/2715. Zugegriffen: 1. Mai. 2018.
  65. Peters, Jelko. 2013. Geschichtsstunden planen, Bd. 1. St. Ingbert: Röhrig Universitätsverlag.Google Scholar
  66. Petrik, Andreas. 2014. Adressatenorientierung. In Handbuch politische Bildung, 4. Aufl, Hrsg. Wolfgang Sander, 241–249. Schwalbach/Ts: Wochenschau.Google Scholar
  67. Plessow, Oliver. 2012. Länderübergreifende ‚Holocaust Education‘ als Demokratie- und Menschenrechtsbildung? – transnationale Initiativen im Vergleich. Zeitschrift für Geschichtsdidaktik 11:11–30.CrossRefGoogle Scholar
  68. Plessow, Oliver. 2013. Wege der Transnationalisierung bei länderübergreifenden Initiativen der ‚Holocaust Education‘. Tertium Comparationis 19 (1).Google Scholar
  69. Plessow, Oliver. 2017. Agents of Transnationalization in the Field of ‚Holocaust Education‘: An Introduction. In Entangled memories: Remembering the Holocaust in a global age, Hrsg. Marius Henderson und Julia Lange, 315–352. Heidelberg: Universitätsverlag Winter.Google Scholar
  70. Pohl, Kerstin. 2015. Kontroversität: Wie weit geht das Kontroversitätsgebot für die politische Bildung? http://www.bpb.de/gesellschaft/bildung/politische-bildung/193225/kontroversitaet?p=all. Zugegriffen: 1. Juli 2018.
  71. Rathenow, Hanns-Fred, und Norbert H. Weber. 2013. Nationalsozialismus und Holocaust in Gesellschaft, Staat und Erziehung. Ein kritischer Rückblick. In Handbuch Nationalsozialismus und Holocaust: Historisch-politisches Lernen in Schule, außerschulischer Bildung und Lehrerbildung, Hrsg. Hanns-Fred Rathenow, Birgit Wenzel, und Norbert H. Weber, 15–46. Schwalbach/Ts: Wochenschau.Google Scholar
  72. Reif-Spirek, Peter. 2005. Rechtsextremismus, Geschichtsrevisionismus und Gedenkstättenpädagogik. Einige Überlegungen. In Geschichtsmythen: Legenden über den Nationalsozialismus, 2. Aufl, Hrsg. Wolfgang Benz und Peter Reif-Spirek, 151–161. Berlin: Metropol.Google Scholar
  73. Reinhardt, Sibylle. 2016. Politik-Didaktik: Praxishandbuch für die Sekundarstufe I und II, 6. Aufl. Berlin: Cornelsen.Google Scholar
  74. Roloff, Johannes. 2013. Der Holocaust als Herausforderung für den Geschichtsunterricht, Bd. 10. Berlin: LIT.Google Scholar
  75. Sander, Wolfgang. 1995. Rechtsextremismus als pädagogische Herausforderung für Schule und politische Bildung. In Verantwortung in einer unübersichtlichen Welt: Aufgaben wertorientierter politischer Bildung, Hrsg. Dieter Schmidt-Sinns, 215–226. Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung.Google Scholar
  76. Sander, Wolfgang. 2009. Kontroversität und Indoktrinationsverbot als Grundsätze von Bildung und Wissenschaft. Erwägen Wissen Ethik 20 (2): 239–248.Google Scholar
  77. Schäkel, Ilona. 2012. Mobile-Tagging: QR-Codes in Gedenkstätten und Museen. https://www.letternleuchten.de/2012/11/mobile-tagging-qr-codes-in-gedenkstatten-und-museen/. Zugegriffen: 1. Juli 2018.
  78. Scheidig, Falk. 2015. Holocaust Education und das Medium Internet: Das pädagogische Potenzial von webbasierten Lern- und Informationsangeboten zum Holocaust. In Holocaust Education im 21. Jahrhundert. Holocaust Education in the 21st Century, Hrsg. Eva Matthes und Elisabeth Meilhammer, 240–255. Bad Heilbrunn: Klinkhardt.Google Scholar
  79. Scherb, Armin. 2007. Der Beutelsbacher Konsens. In Strategien der politischen Bildung, Hrsg. Dirk Lange, 31–39. Baltmannsweiler: Schneider.Google Scholar
  80. Scherb, Armin. 2016. Zur Rezeption und Einordnung des Beutelsbacher Konsenses in der Politikdidaktik und in der Schule. In Brauchen wir den Beutelsbacher Konsens? Eine Debatte der politischen Bildung, Hrsg. Benedikt Widmaier und Peter Zorn, 78–86. Bonn: Bundeszentrale für Politische Bildung.Google Scholar
  81. Schiele, Siegfried. 1987. Zehn Jahre „Beutelsbacher Konsens“. In Konsens und Dissens in der politischen Bildung, Hrsg. Siegfried Schiele, Herbert Schneider, und Bernhard Claussen, 1–8. Stuttgart: Metzler.Google Scholar
  82. Schiele, Siegfried. 2016. Der Beutelsbacher Konsens ist keine Modeerscheinung! Zu seiner historischen Genese und gegenwärtigen Aktualität. In Brauchen wir den Beutelsbacher Konsens? Eine Debatte der politischen Bildung, Hrsg. Benedikt Widmaier und Peter Zorn, 68–77. Bonn: Bundeszentrale für Politische Bildung.Google Scholar
  83. Schiele, Siegfried. 2017. Populismus, Extremismus und der Beutelsbacher Konsens – Möglichkeiten und Grenzen Politischer Bildung. In Populismus-Gleichheit-Differenz: Herausforderungen für die Politische Bildung, Hrsg. Gertraud Diendorfer, Günther Sandner und Elisabeth Turek. Schwalbach/Ts.: Wochenschau.Google Scholar
  84. Schliesky, Utz. 2015. Die wehrhafte Demokratie des Grundgesetzes. In Handbuch des Staatsrechts der Bundesrepublik Deutschland, 3. Aufl, Hrsg. Josef Isensee, 847–878. Heidelberg: Müller.Google Scholar
  85. Schnatz, Helmut. 2000. Tiefflieger über Dresden? Legenden und Wirklichkeit. Köln: Böhlau.Google Scholar
  86. Schubert, Gunnar. 2006. Die kollektive Unschuld: Wie der Dresden-Schwindel zum nationalen Opfermythos wurde, Bd. 42. Hamburg: Konkret Literatur.Google Scholar
  87. Seferens, Horst, und Mathias Heyl. 2007. Chancen und Grenzen historisch-politischer Bildungsarbeit in KZ-Gedenkstätten bei der Auseinandersetzung mit dem Rechtsextremismus. In Rechtsextremismus in Brandenburg: Handbuch für Analyse, Prävention und Intervention, Hrsg. Julius H. Schoeps, 376–382. Berlin: Verlag für Berlin-Brandenburg.Google Scholar
  88. Sigel, Robert. 2015. Die International Holocaust Remembrance Alliance (IHRA) – die internationale Definition und Durchsetzung eines europäischen Geschichtsnarrativs. In Holocaust Education im 21. Jahrhundert – Holocaust Education in the 21st Century, Hrsg. Eva Matthes und Elisabeth Meilhammer, 57–67. Bad Heilbrunn: Klinkhardt.Google Scholar
  89. Staatsministerium des Innern/Landesamt für Verfassungsschutz Sachsen. 2002. Verfassungsschutzbericht 2002. Dresden: Landesamt für Verfassungsschutz.Google Scholar
  90. Taylor, Frederick. 2005. Dresden: Dienstag, 13. Februar 1945. Militärische Logik oder blanker Terror? München: C. Bertelsmann.Google Scholar
  91. United States Holocaust Memorial Museum. 2017. Holocaust Education in the Digital Age. https://www.ushmm.org/information/about-the-museum/museum-publications/memory-and-action/holocaust-education-in-the-digital-age. Zugegriffen: 1. Juli 2018.
  92. van Pelt, Robert J. 2002. The case for Auschwitz: Evidence from the Irving trial. Bloomington: Indiana University Press.Google Scholar
  93. von Plato, Alexander. 2007. Erinnerungen an ein Symbol. Die Bombardierung Dresdens im Gedächtnis von Dresdnern. BIOS 20:123–137.Google Scholar
  94. von Borries, Bodo. 2010. Menschenrechte im Geschichtsunterricht. Schwalbach/Ts: Wochenschau.Google Scholar
  95. Wehling, Hans-Georg. 1977. Konsens à la Beutelsbach? Nachlese zu einem Expertengespräch. In Das Konsensproblem in der politischen Bildung, Hrsg. Siegfried Schiele, Herbert Schneider, und Kurt G. Fischer, 173–184. Stuttgart: Klett.Google Scholar
  96. Wehling, Hans-Georg. 2007. Der Beutelsbacher Konsens: Entstehung und Wirkung. https://www.lpb-bw.de/wiebeutelbacherkonsensentstand.html. Zugegriffen: 1. Juli 2018.
  97. Widera, Thomas. 2005. Gefangene Erinnerung. Die politische Instrumentalisierung der Bombardierung Dresdens. In Allierter Bombenkrieg: Das Beispiel Dresden, Hrsg. Horst Boog, Lothar Fritze, und Thomas Widera, 109–134. Göttingen: V&R unipress.Google Scholar
  98. Widmaier, Benedikt, und Peter Zorn. 2016. Konsens in der politischen Bildung? Zur Einführung. In Brauchen wir den Beutelsbacher Konsens? Eine Debatte der politischen Bildung, Hrsg. Benedikt Widmaier und Peter Zorn, 9–13. Bonn: Bundeszentrale für Politische Bildung.Google Scholar
  99. Wyler, Jeremy. 2015. Commemoration and the Holocaust Education in the new-media world. http://danisecanja.rs/commemoration-and-holocaust-education-in-the-new-media-world/. Zugegriffen: 1. Mai. 2018.
  100. ZEIT Online. 2018. Polizei löst Kundgebung von Neonazis auf. https://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2018-02/dresden-neonazismus-demonstration-gerhard-ittner. Zugegriffen: 1. Juli 2018.

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH, ein Teil von Springer Nature 2019

Authors and Affiliations

  1. 1.NürnbergDeutschland

Personalised recommendations