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Ordnungspolitische Grenzen der Sozialen Marktwirtschaft durch das finale Paradigma zur Vollendung des Binnenmarktes

  • Klaus ZapkaEmail author
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Zusammenfassung

Prolog zur empirisch bedeutsamen Governance ordnungspolitischer Effekte der europäischen Organe im Binnenmarkt: Die Mitgliedstaaten vereinbarten in den „Grundsätzen“ (sic!) „Titel I: Arten und Bereiche der Zuständigkeit der Union“ gemäß Art. 7 AEUV die „Einhaltung des Grundsatzes der begrenzten Einzelermächtigung“, an die sich alle Organe der EU zu richten haben. Zugleich verfügt die Union über die „Festlegung der für das Funktionieren des Binnenmarkts erforderlichen Wettbewerbsregeln“ (Art. 3 Abs. 1 b AEUV). Marktakteure haben sich im Nationalstaat nur den Wettbewerbsregeln der legislativ begründeten Ordnungspolitik unterzuordnen, was im Nationalstaat generell als opportun gilt.

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Authors and Affiliations

  1. 1.Wirtschaftswissenschaftliche FakultätGeorg-August-Universität GöttingenGöttingenDeutschland

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