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Auf dem Weg in die vernetzte (Verbraucher-)Zukunft – Widersprüche der Digitalisierung für den nachhaltigen Konsum

  • Tilman SantariusEmail author
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Zusammenfassung

„Alles wird sich ändern, es wird eine neue Welt!“ Dieser prophetische Ruf aus der IT-Branche ist inzwischen zur gängigen öffentlichen Einschätzung der gesellschaftlichen Tragweite der Digitalisierung geworden. Unzählige Zeitungsartikel und Blogbeiträge zur Digitalisierung beginnen mit der Aussage, dass diese unser Leben von Grund auf umkrempeln wird. Der Bereich des individuellen Konsums ist augenscheinlich ein gutes Beispiel, welche ambivalenten Wirkungen der gesellschaftliche Megatrend der Digitalisierung mit Blick auf die Ziele einer nachhaltigen Entwicklung üben kann. Der folgende Beitrag geht der Frage nach, welche Chance und Risiken Digitalisierung für den nachhaltigen Konsum bereithält, und welche politischen Maßnahmen einen ‚nachhaltigen digitalen Konsum‘ begünstigen können. Online-Shopping gehört in den früh industrialisierten Ländern längst zum Alltag eines signifikanten Anteils der Bevölkerung. Wie wirkt sich die Digitalisierung darauf aus, welche Produkte und Dienstleistungen wir konsumieren? Und wie beeinflusst sie das Konsumniveau insgesamt? Für eine sozial-ökologische Transformation unserer Konsumweisen wären zwei Entwicklungen wichtig: Es müssten zum einen verstärkt nachhaltigere Produkte und Dienstleistungen konsumiert werden. Zum anderen müsste das Konsumniveau in Deutschland und vielen anderen Ländern insgesamt sinken.

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Authors and Affiliations

  1. 1.Technische Universität BerlinBerlinDeutschland

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