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“Classische Meisterwerke” von “besonderem Werth”: Sonaten für Pianoforte in Musikperiodika um 1830

  • Felix Michel
Chapter
Part of the Systematische Musikwissenschaft book series (SYMU)

Zusammenfassung

Am Korpus von Klaviersonaten, das sich um 1830 unter anderem in neu lancierten Musikperiodika konstituiert, lässt sich beobachten, wie im deutschsprachigen Raum der Begriff des “Classischen” verwendet und gleichzeitig genauer geprägt wird. Mediale Verbreitung, sich ausbildendes Verlagsrecht, bürgerlichnationales Selbstbewusstsein und Bildungsstreben sowie publizistische Debatten in Fach- und Tagespresse wirken dabei in einem rezeptionsgeschichtlichen Selektionsprozess zusammen. Indem der vorliegende Beitrag diesen Prozess nachzeichnet, rekonstruiert er in Ansätzen einen als “classisch” bezeichneten Klaviersonaten-Typus, der in den ersten Jahren nach Beethovens Tod mutmaßlich die Rezeption und Produktion von Werken dieser Gattung geleitet hat. Schließlich weist die Untersuchung auf ‘blinde Flecken’ gängiger historiographischer Perspektiven hin, unter denen die hier in den Vordergrund gerückten Aspekte als bloß akzidentiell gelten.

Schlagworte

Klaviersonate Klassizität Musikperiodika Kanonbildung Rezeption Musikverleger 

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© Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH, ein Teil von Springer Nature 2019

Authors and Affiliations

  • Felix Michel
    • 1
  1. 1.Musikwissenschaftliches InstitutUniversität ZürichZürichSchweiz

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