Advertisement

Public History – Die Wissenschaft auf dem Weg in die Öffentlichkeit

  • Irmgard ZündorfEmail author
Chapter

Zusammenfassung

Public History bezeichnet sowohl jede Form der Geschichtsdarstellung, die sich an eine breite Öffentlichkeit richtet, als auch eine Teildisziplin der Geschichtswissenschaft, die sich der Erforschung von Geschichtspräsentationen widmet. Public History kann auch als Vermittler zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit betrachtet werden. In diesem Rahmen wird nach den Möglichkeiten und Grenzen der Darstellung von geschichtswissenschaftlichen Forschungsergebnissen in populären Formaten gefragt.

Schlagworte

Geschichtsboom Geschichtsdarstellung Geschichtskommunikation Geschichtswissenschaft History Marketing Materielle Kultur Multiperspektivität Öffentlichkeit Oral History Visual History 

Literatur

  1. Arendes, C., & Siebold, A. (2015). Zwischen akademischer Berufung und privatwirtschaftlichem Beruf. Für eine Debatte um Ethik- und Verhaltenskodizes in der historischen Profession. Geschichte in Wissenschaft und Unterricht, 66(3/4), 152–166.Google Scholar
  2. Bergmann, K. (2000). Multiperspektivität. Geschichte selber denken. Schwalbach/Ts.: Wochenschau.Google Scholar
  3. Bösch, F., & Goschler, C. (2009). Der Nationalsozialismus und die deutsche Public History. In F. Bösch & C. Goschler (Hrsg.), Public History. Öffentliche Darstellungen des Nationalsozialismus jenseits der Geschichtswissenschaft (S. 7–23). Frankfurt a. M.: Campus.Google Scholar
  4. Bruch, R. vom. (2002). Geschichtswissenschaft. In S. Jordan (Hrsg.). Lexikon Geschichtswissenschaft. Hundert Grundbegriffe (S. 124–129). Stuttgart: Reclam.Google Scholar
  5. Crivellari, F. (2012). ‚History Marketing‘. Geschichte zwischen Wissenschaft und Verkaufsargument. Akkumulation, 32, 13–28.Google Scholar
  6. Frank, S. (2009). Der Mauer um die Wette gedenken. Die Formation einer Heritage-Industrie am Berliner Checkpoint Charlie. Frankfurt a. M.: Campus.Google Scholar
  7. Geppert, A. C. T. (1994). Forschungstechnik oder historische Disziplin? Methodische Probleme der Oral History. Geschichte in Wissenschaft und Unterricht, 45(5), 303–323.Google Scholar
  8. Grieger, M. (2012). Zur Hybridisierung der Unternehmensgeschichte durch Verwissenschaftlichung, Marketingisierung und Eventisierung: das Beispiel Volkswagen. In C. Kühberger & A. Pudlat (Hrsg.), Vergangenheitsbewirtschaftung. Public History zwischen Wirtschaft und Wissenschaft (S. 96–119). Innsbruck: Studienverlag.Google Scholar
  9. Grotrian, E. (2009). Geschichtswerkstätten und Alternative Geschichtspraxis in den Achtzigern. In W. Hardtwig & A. Schug (Hrsg.), History Sells. Angewandte Geschichte als Wissenschaft und Markt (S. 243–253). Stuttgart: Steiner Verlag.Google Scholar
  10. Hochbruck, W. (2013). Geschichtstheater. Formen der „Living History“. Eine Typologie. Bielefeld: Transcript.Google Scholar
  11. Hochmuth, H. (2012). HisTourismus. Public History und Berlin-Tourismus. In C. Kühberger & A. Pudlat (Hrsg.), Vergangenheitsbewirtschaftung. Public History zwischen Wirtschaft und Wissenschaft (S. 173–182). Innsbruck: Studienverlag.Google Scholar
  12. Jeismann, K.-E. (2002). Geschichtsbilder. Zeitdeutung und Zukunftsperspektive. Aus Politik und Zeigeschichte, 52, 13–22.Google Scholar
  13. Keilbach, J. (2003). Zeugen der Vernichtung. Zur Inszenierung von Zeitzeugen in bundesdeutschen Fernsehproduktionen. In E. Hohenberger & J. Keilbach (Hrsg.), Die Gegenwart der Vergangenheit. Dokumentarfilm, Fernsehen und Geschichte (S. 155–174). Berlin: Vorwerk 8.Google Scholar
  14. Klewin, S. (2017). Ab nach Bautzen. Eine Stadt auf der Suche nach einem gewandelten Image. In S. Eisenhuth & M. Sabrow (Hrsg.), Schattenorte. Stadtimages und Vergangenheitslasten (S. 143–156). Göttingen: Wallstein.Google Scholar
  15. Kühberger, C. (2009). Verkaufte Zunft. Ein Beitrag zur Ethik des History Consulting. In W. Hardtwig & A. Schug (Hrsg.), History Sells. Angewandte Geschichte als Wissenschaft und Markt (S. 43–53). Stuttgart: Steiner.Google Scholar
  16. Langewiesche, D. (2006). Die Geschichtsschreibung und ihr Publikum. Zum Verhältnis von Geschichtswissenschaft und Geschichtsmarkt. In D. Hein, K. Hildebrand & A. Schulz (Hrsg.), Historie und Leben. Der Historiker als Wissenschaftler und Zeitgenosse (S. 311–326). München: Oldenbourg.Google Scholar
  17. Ludwig, A. (2011). Materielle Kultur, Version: 1.0. Docupedia-Zeitgeschichte, 30. Mai 2011. https://docupedia.de/zg/Materielle_Kultur. Zugegriffen: 10. Jan. 2018.
  18. Meringolo, D. D. (2012). Museums, monuments, and national parks. Toward a new genealogy of public history. Amherst: University of Massachusetts Press.Google Scholar
  19. Museumsverband des Landes Brandenburg (Hrsg.). (2015). Entnazifizierte Zone? Zum Umgang mit der Zeit des Nationalsozialismus in ostdeutschen Stadt- und Regionalmuseen. Bielefeld: Transcipt.Google Scholar
  20. Obermüller G. & Prüfer T. (2014). Aus Geschichten Geschäfte machen. Kleine Pragmatik des Historischen. In J. Nießer & J. Tomann (Hsrg.), Angewandte Geschichte. Neue Perspektiven auf Geschichte in der Öffentlichkeit. (S. 77–96). Paderborn u.a.: Schöningh.Google Scholar
  21. Ortlepp, A., & Ribbat, C. (Hrsg.). (2010). Mit den Dingen leben. Zur Geschichte der Alltagsgegenstände. Stuttgart: Steiner.Google Scholar
  22. Paul, G. (Hrsg.). (2006). Visual History. Ein Studienbuch. Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht.Google Scholar
  23. Paul, G. (2014). Visual history, version: 3.0. Docupedia-Zeitgeschichte, 13. März 2014. https://docupedia.de/zg/Visual_History_Version_3.0_Gerhard_Paul. Zugegriffen: 10. Jan. 2018.
  24. Plato, A. von. (2008). Interview-Richtlinien. In A. von Plato, A. Leh, & C. Thonfeld (Hrsg.), Hitlers Sklaven. Lebensgeschichtliche Analysen zur Zwangsarbeit im internationalen Vergleich (S. 443–450). Wien: Böhlau.Google Scholar
  25. Pohl, K. H. (2006). Wann ist ein Museum „historisch korrekt“? „Offenes Geschichtsbild“, Kontroversität, Multiperspektivität und „Überwältigungsverbot“ als Grundprinzipien musealer Geschichtspräsentation. In O. Hartung (Hrsg.), Museum und Geschichtskultur. Ästhetik – Politik – Wissenschaft (S. 273–286). Bielefeld: Verlag für Regionalgeschichte.Google Scholar
  26. Prüfer, P. (2015). Markt und Möglichkeiten angewandter Unternehmensgeschichte. Geschichte in Wissenschaft und Unterricht, 66(3/4), 133–140.Google Scholar
  27. Rauthe, S. (2001). Public History in den USA und der Bundesrepublik Deutschland. Essen: Klartext.Google Scholar
  28. Sabrow, M., Jessen, R., & Große Kracht, K. (Hrsg.). (2003). Zeitgeschichte als Streitgeschichte. Große Kontroversen seit 1945. München: Beck.Google Scholar
  29. Samida, S. (2013). Kulturerbe als Herausforderung. Reflexionen zum ‚Heritage-Boom‘ aus fachübergreifender Perspektive. Werkstattgeschichte, 64, 111–127.Google Scholar
  30. Strugalla, A. V. (2016). Tagungsbericht: ‚Und die Moral von der Geschicht‘? Ethische Problemlagen historischer Arbeit, 5.–6. November 2015 Potsdam. H-Soz-Kult, 24. März 2016. http://www.hsozkult.de/conferencereport/id/tagungsberichte-6458. Zugegriffen: 10. Jan. 2018.
  31. Thamer, H.-U. (2003). Vom Tabubruch zur Historisierung? Die Auseinandersetzung um die „Wehrmachtsausstellung“. In M. Sabrow, R. Jessen & K. Große Kracht (Hrsg.), Zeitgeschichte als Streitgeschichte. Große Kontroversen seit 1945 (S. 171–186). München: Beck.Google Scholar
  32. Zündorf, I. (2014). Personalisierung, Emotionalisierung und Multiperspektivität. Themen, Formen und Funktionen von Zeitzeugen in Museen und Gedenkstätten zur DDR-Geschichte. In C. Ernst (Hrsg.), Geschichte im Dialog? ‚DDR-Zeitzeugen‘ in Geschichtskultur und Bildungspraxis (S. 169–181). Schwalbach/Ts.: Wochenschau.Google Scholar
  33. Zündorf, I. (2016). Zeitgeschichte und Public History, Version: 2.0. Docupedia-Zeitgeschichte, 6. September 2016. http://docupedia.de/zg/Zuendorf_public_history_v2_de_2016. Zugegriffen: 10. Jan. 2018.

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH, ein Teil von Springer Nature 2019

Authors and Affiliations

  1. 1.PotsdamDeutschland

Personalised recommendations