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Der Körper im Opus postumum

Ein neues Fundament für Kants Teleologie
  • Anna PickhanEmail author
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Zusammenfassung

In den letzten Jahren erfährt das Spätwerk Kants, das sog. „Opus postumum“, eine Renaissance in der Kantforschung. So gibt es viele Themen in den Kritiken, die vom Standpunkt des Spätwerks nach einer neuen Beurteilung oder Verortung verlangen. In diesem Artikel möchte ich mich mit der Konzeption des Körpers im Opus postumum beschäftigen und aufzeigen, dass derselbe dort einen neuen Platz erhält. Das ist für die Teleologie in Kants System entscheidend. Denn sie bekommt damit nicht nur eine neue Dimension, sondern wird, dadurch dass sie zum Übergangsprojekt gehört, maßgeblich für das Gelingen der kantischen Systemphilosophie mit verantwortlich. Das hat Auswirkungen auf Kants theoretische sowie praktische Philosophie. Für diese Untersuchung wird ausschließlich der Rahmen der theoretischen betrachtet werden.

Es wird gezeigt, dass der Begriff „Körper“ im Opus postumum a priori hergeleitet wird und in seiner Art weder rein empirisch noch rein a priori ist. Damit, dass er zu keinem der beiden Bereiche alleine zugeordnet werden kann, ist er ein sog. „Zwischenbegriff“ und somit Teil des Übergangs. Ein solcher soll im Spätwerk zwischen Metaphysik und Physik geschaffen werden.

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Literatur

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Authors and Affiliations

  1. 1.Universität JenaJenaDeutschland

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