Advertisement

Der Übergang von der Erwerbs- in die Nacherwerbsphase – Gestaltungsaufgabe und -möglichkeit für das Personalmanagement

Ressourcenmanagement in Übergangspassagen
  • Simone BuryEmail author
  • Elke Decker
  • Rüdiger Piorr
Chapter
Part of the FOM-Edition book series (FOMEDITION)

Zusammenfassung

Die lebensphasenorientierte Personalarbeit kennt Einarbeitungs- und Entwicklungsprogramme, Mitarbeiter-, Ziel- und Entwicklungsgespräche. Die Mitarbeitergewinnung beginnt früh. Talente werden über Schul- und Universitätskontakte behutsam ins Erwerbsleben übergeleitet. Eine solche Form des Übergangsmanagements („Ausarbeitungsprogramme“) zum Ende der Erwerbstätigkeit hin fehlt fast völlig: Erwerbs- und Nacherwerbsphase werden getrennt voneinander diskutiert. Dabei ist dieser Übergang von besonderem wirtschaftlichem und gesellschaftspolitischem Interesse: Arbeitgebende sind daran interessiert, das Engagementpotenzial vollumfänglich bis zum Renteneintritt zu erhalten, „motivationale Sinkflüge“ zu verhindern, gute Kräfte auch über das Rentenalter zu binden. Auf Grundlage einer qualitativen Studie arbeitet der Artikel die Eckpunkte eines solchen Übergangsmanagements heraus. Beantwortet werden die Fragen „Welche Erwartungen ergeben sich für ein betriebliches Übergangsmanagement, welche Chancen und Risiken bestehen für ältere Mitarbeitende und Unternehmen und welche konzeptionellen Eckpunkte müssen Berücksichtigung finden?“ Besondere Berücksichtigung finden die Bedingungen unter denen Menschen im rentenfähigen Alter bereit sind, ihre Erwerbskarriere fortzusetzen.

Literatur

  1. Adams, J. S. (1963). Toward an understanding of inequity. Journal of Abnormal and Social Psychology, 67, 422–436.CrossRefGoogle Scholar
  2. Baltes, P. B., & Baltes, M. M. (1990). Psychological perspectives on successful aging: The model of selective optimization with compensation. In P. B. Baltes & M. M. Baltes (Hrsg.), Successful aging. Perspectives from the behavioral sciences (S. 1–34). Cambridge: Cambridge University Press.Google Scholar
  3. Becker, J. (2013). Wertvolles Wissen transferieren. Wissensmanagement bei den Stadtentwässerungsbetrieben Köln. Personalführung, 6, 29–34.Google Scholar
  4. Brenke, K. (2013). Immer mehr Menschen im Rentenalter sind berufstätig. DIW Wochenbericht, 6, 3–13.Google Scholar
  5. Cihlar, V., Mergenthaler, A., & Micheel, F. (2014). Erwerbsarbeit & informelle Tätigkeiten der 55 bis 70-jährigen in Deutschland. Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung (Hrsg.), Wiesbaden. http://www.bib-demografie.de/SharedDocs/Publikationen/DE/Broschueren/top_erwerbsarbeit_2014.pdf?__blob=publicationFile&v=9. Zugegriffen: 28. Sept. 2017.
  6. Esselmann, I., & Geis, W. (2015). Fachkräfte 65 plus – Erwerbstätigkeit im Rentenalter. IW-Trends – Vierteljahresschrift zur empirischen Wirtschaftsforschung aus dem Institut der deutschen Wirtschaft Köln, 42(2), 1–42.Google Scholar
  7. Festinger, L. (2012). Theorie der kognitiven Dissonanz (2. Aufl.). Bern: Huber.Google Scholar
  8. IHK (2016). Fachkräftemonitor. http://www.ihk-fachkraefte-nrw.de/hilfe.html. Zugegriffen: 19. Jan. 2016.
  9. Jakoby, N., & Thönnes, M. (2017). Einleitung – Zur Soziologie des Sterbens. In N. Jakoby & M. Thönnes (Hrsg.), Zur Soziologie des Sterbens (S. 1–9). Wiesbaden: Springer VS.CrossRefGoogle Scholar
  10. Kaiser, T. (2015). Viele Deutsche wollen gar nicht in Rente gehen. www.welt.de/140540371. Zugegriffen: 10. Okt. 2016.
  11. Kühl, S. (2011). Organisationen. Eine sehr kurze Einführung. Wiesbaden: VS Verlag.Google Scholar
  12. Kuhn, A., Wuellrich, J.-P., & Zweimüller, J. (2010). Fatal attraction? Access to early retirement and mortality. In Forschungsinstitut zur Zukunft der Arbeit (Hrsg.), Discussion Paper No 5160, Bonn: Forschungsinstitut zur Zukunft der Arbeit.Google Scholar
  13. Lazarus, R. S. (1981). Streß und Streßbewältigung. In S.-H. Filipp (Hrsg.), Kritische Lebensereignisse (S. 198–232). München: Urban & Schwarzenberg.Google Scholar
  14. Lehrbass, F., & Piorr, R. (2016). Wissenstransfer als Werkzeug des OpRisk-Managements. RISIKO MANAGER, 3, 30–37.Google Scholar
  15. Mayring, P. (2015). Qualitative Inhaltsanalyse – Grundlagen und Techniken (12. Aufl.). Weinheim: Beltz.Google Scholar
  16. Mergenthaler, A. (2015). Ungleiche Potenziale? Erwerbstätigkeit jenseits der Regelaltersgrenze bei (ehemaligen) Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern. Bevölkerungsforschung Aktuell, 5, 4–8. http://www.bib-demografie.de/SharedDocs/Publikationen/DE/Bev_Aktuell/2015_5.pdf?__blob=publicationFile&v=3. Zugegriffen: 28. Sept. 2017.
  17. Mouget, S., & Wolff, S. (2016). Berufliche Leistungsfähigkeit im Alter erhalten und aktiv den Übergang in den Ruhestand gestalten – Ansätze im DB-Konzern. In Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen e. V. (Hrsg.), Älter werden – gesund bleiben (S. 33–37). Berlin: Deutscher Psychologen Verlag.Google Scholar
  18. Nink, M. (2016). Engagement Index Deutschland 2015. http://www.gallup.de/183104/engagement-index-deutschland.aspx. Zugegriffen: 28. Sept. 2017.
  19. o. V. (2014). Innere Kündigung. Deutsche sind unzufrieden – und auf Jobsuche. http://www.wiwo.de/erfolg/jobsuche/innere-kuendigung-deutsche-sind-unzufrieden-und-auf-jobsuche/11041426.html. Zugegriffen: 28. Sept. 2017.
  20. Petzold, H. G. (1980). Die Rolle des Therapeuten und die Therapeutische Beziehung in der Integrativen Therapie. In H. Petzold (Hrsg.), Die Rolle des Therapeuten und die Therapeutische Beziehung (Bd. 2, S. 223–290). Paderborn: Junfermann.Google Scholar
  21. Petzold, H. G. (2012). Transversale Identität und Identitätsarbeit – Die Integrative Identitätstheorie als Grundlage für eine entwicklungspsychologisch und sozialisationstheoretisch begründete Persönlichkeitstheorie und Psychotherapie – Perspektiven. In H. G. Petzold (Hrsg.), Identität. Ein Kernthema moderner Psychotherapie – Interdisziplinäre Perspektiven (S. 407–604). Wiesbaden: VS Verlag.Google Scholar
  22. Radl, J. (2007). Individuelle Determinanten des Renteneintrittsalters – Eine empirische Analyse von Übergängen in den Ruhestand. Zeitschrift für Soziologie, 36, 43–64.CrossRefGoogle Scholar
  23. Sackreuther, I., Mergenthaler, A., Cihlar, V., Micheel, M., Lessenich, S., Lippke, S., Schneider, N. F., & Staudinger, U. M. (2017). (Un-)Ruhestände in Deutschland. Übergänge, Potenziale und Lebenspläne älterer Menschen im Wandel. Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung (Hrsg.), Wiesbaden. http://www.bib-demografie.de/SharedDocs/Publikationen/DE/Broschueren/top_un-ruhestaende_2017.pdf?__blob=publicationFile&v=3. Zugegriffen: 28. Sept. 2017.
  24. Scheibner, N., Hapkemeyer, J., & Banko, L. (2016). iga.Report 33. Engagement erhalten – innere Kündigung vermeiden. Wie steht es um das Thema innere Kündigung in der betrieblichen Praxis? Dresden: Zukunft der Arbeit.Google Scholar
  25. Sendler, H., & Piorr, R. (2014). Für eine bewusste neue Berufsetappe ab 55. Sozialer Fortschritt, 6, 145–150.CrossRefGoogle Scholar
  26. Siegrist, J. (1998). Berufliche Gratifikationskrisen und Gesundheit – ein soziogenetisches Modell mit differentiellen Erklärungschancen. In J. Markgraf, J. Siegrist, & S. Neumer (Hrsg.), Gesundheits- oder Krankheitstheorie? Saluto- versus pathogenetische Ansätze im Gesundheitswesen (S. 225–235). Berlin: Springer.Google Scholar
  27. Storbeck, O. (2010). Ruhestandsrisiko. Früh in Rente, früh ins Grab. http://www.handelsblatt.com/politik/konjunktur/oekonomie/nachrichten/ruhestandsrisiko-frueh-in-rente-frueh-ins-grab/3581696.html. Zugegriffen: 28. Sept. 2017.
  28. Tempel, J., & Ilmarinen, J. (2013). Arbeitsleben 2025. In M. Giesert (Hrsg.), Das Haus der Arbeitsfähigkeit im Unternehmen bauen (S. 15–271). Hamburg: VSA.Google Scholar

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH, ein Teil von Springer Nature 2019

Authors and Affiliations

  1. 1.EssenDeutschland
  2. 2.NeussDeutschland
  3. 3.FOM HochschuleDüsseldorfDeutschland

Personalised recommendations