Advertisement

Muslimische Gemeinden in der Flüchtlingsarbeit

  • Rauf CeylanEmail author
  • Samy CharchiraEmail author
Chapter
Part of the Politik und Religion book series (PUR)

Zusammenfassung

Seit den 1990er Jahren wird verstärkt über die Frage diskutiert, wie die freien Wohlfahrtsverbände stärker ihre Angebote auf die Bedürfnisse der Klientel mit Migrationshintergrund ausrichten können. In diesem Zusammenhang begann eine Diskussion bei den Verbänden um die interkulturelle Öffnung sowohl für Mitarbeiter als auch für die Klientel mit Migrationshintergrund. Im Kontext der Klientel geht es vor allem um das Thema der kultursensiblen Angebote. Während der Begriff „Kultur“ im Vordergrund stand, sollte Religion eher eine untergeordnete Rolle einnehmen. Das ist insofern nicht verwunderlich, da in der gesamten Integrationsdebatte seit den 1970er Jahren eher ethnische und kulturelle „Eigenheiten“ der unterschiedlichen Migrantengruppen im Fokus von Maßnahmen standen. Seit den 2000er Jahren hat die Politik allerdings die Bedeutung der Dimension „Religion“ für die Migranten erkannt und seitdem mehrere Initiativen wie beispielsweise die stärkere Kooperation mit den muslimischen Gemeinden, die Organisation der Deutschen Islam Konferenz oder die Gründung der Institute für Islamische Theologie initiiert.

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Literatur- und Quellenverzeichnis

  1. Berger, Lutz. 2016. Die Entstehung des Islam. Die ersten hundert Jahre. Von Mohammed bis zum Weltreich der Kalifen. C.H. Beck: München.Google Scholar
  2. BertelsmannStiftung. 2017. Fast jeder zweite Muslim in der Flüchtlingshilfe aktiv. Pressemeldung. https://www.bertelsmann-stiftung.de/de/presse/pressemitteilungen/pressemitteilung/pid/fast-jeder-zweite-muslim-in-der-fluechtlingshilfe-aktiv/. Zugegriffen: 20.12.2017.
  3. Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF). 2016. Das Bundesamt in Zahlen 2015. Asyl, Migration und Integration. Nürnberg: Bundesamt für Migration und Flüchtlinge.Google Scholar
  4. Halm, Dirk, M. Sauer, J. Schmidt und A. Stichs. 2012. Islamisches Gemeindeleben in Deutschland. Im Auftrag der Deutschen Islam Konferenz. Forschungsbericht 13. Nürnberg: Bundesamt für Migration und Flüchtlinge.Google Scholar
  5. Ceylan, Rauf, und Michael Kiefer. 2016. Muslimische Wohlfahrtspflege in Deutschland. Eine historische und systematische Einführung. Wiesbaden: Springer VS.Google Scholar
  6. Ceylan, Rauf. 2006. Ethnische Kolonien. Entstehung, Funktion und Wandel am Beispiel türkischer Moscheen und Cafès. Wiesbaden: VS Verlag.Google Scholar
  7. Ceylan, Rauf: Muslime und Diaspora – interdisziplinäre Forschungsfragen im Einwanderungskontext. In Islam und Diaspora. Analysen zum muslimischen Leben in Deutschland aus historischer, rechtlicher sowie migrations- und religionssoziologischer Perspektive, Hrsg. Rauf Ceylan, 9–27. Frankfurt a.M.: Peter Lang.Google Scholar
  8. Charchira, Samy. 2017. Notwendigkeit einer muslimischen Wohlfahrtspflege – Konsequenzen demografischer Entwicklungen. In Ökonomisierung und Säkularisierung. Neue Herausforderungen der konfessionellen Wohlfahrtspflege in Deutschland, Hrsg. Rauf Ceylan und M. Kiefer, 327–345. Wiesbaden: Springer VS.Google Scholar
  9. Daldrup, Till. 2016. Das Jahr, das Deutschland veränderte. Die Zeit 09.03.2016. http://www.zeit.de/politik/ausland/2016–03/fluechtlingskrise-deutschland-bilanz-fluechtlingspolitik-zaesur. Zugegriffen: 22.11.2017.
  10. Deutsche Islam Konferenz. 2014. Schwerpunkthemen der DIK: Wohlfahrt und Seelsorge. http://www.deutsche-islam-konferenz.de/DIK/DE/DIK/1UeberDIK/DIKUeberblick/2dik2014Themen/2-dik-2014-themen-node.html. Zugegriffen: 23.11.2017.
  11. Die Welt. 2016. Deutschland korrigiert Flüchtlingszahl für 2015. Die Welt 30.09.2016. https://www.welt.de/politik/deutschland/article158465433/Deutschland-korrigiert-Fluechtlingszahl-fuer-2015.html. Zugegriffen: 03.11.2017.
  12. Flüchtlingshilfe DITIB Wohlfahrt. o.J. Moscheen fördern Flüchtlinge. http://fluechtlingshilfe.ditib.de/de/moscheen-foerdern-fluechtlinge/. Zugegriffen: 13.11.2017.
  13. Flüchtlingshilfe DITIB-Wohlfahrt. o.J. Gegenwart Geschwisterlich Gestalten. http://fluechtlingshilfe.ditib.de/de/gegenwart-geschwisterlich-gestalten/. Zugegriffen: 13.11.2017.
  14. Gorzewski, Andreas. 2015. Wie sich Islamverbände für Flüchtlinge engagieren. Die Welt 09.09.2015. https://www.welt.de/regionales/nrw/article146189941/Wie-sich-Islamverbaende-fuer-Fluechtlinge-engagieren.html. Zugegriffen: 15.11.2017.
  15. Heckmann, F. 1998. Nation und Integration von Migranten in Deutschland. In Was ist ein Deutscher? Was ist ein Türke? Deutsch Türkisches Symposium 1997, Hrsg. Körber Stiftung. Hamburg: Edition Körber Stiftung.Google Scholar
  16. IGMG. 2015. Flüchtling. Nachbar. Freund. Gemeinsam Spielen und Essen am Weltflüchtlingstag. Pressemitteilung. https://www.igmg.org/fluechtling-nachbar-freund-gemeinsames-spielen-und-essen-am-weltfluechtlingstag/. Zugegriffen: 13.11.2017.
  17. Ishaq, Ibn. 1999. Das Leben des Propheten. Kandern im Schwarzwald: Spohr Verlag.Google Scholar
  18. Moscheen fördern Flüchtlinge. o.J. http://fluechtlingshilfe.ditib.de/wp-content/uploads/2016/06/OnePager.pdf. Zugegriffen: 13.11.2017)
  19. Soziale Dienste, Jugendhilfe gGmbH. o.J. Menschen stärken Menschen. http://www.wirsindpaten.com. Zugegriffen: 11.11.2017.
  20. Verband muslimischer Flüchtlingshilfe e. V. o.J. Selbstdarstellung. http://vmfev.org/selbstdarstellung/. Zugegriffen: 13.11.2017.
  21. ww.zentralrat.de/fluechtlinge. Zugegriffen: 21.12.2017.Google Scholar

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH, ein Teil von Springer Nature 2019

Authors and Affiliations

  1. 1.OsnabrückDeutschland

Personalised recommendations