Advertisement

Die Theorie des Gewinnvorbehalts als theoretische Grundlage für die Anlageberatung

  • Marius Mönig
  • Karl-Heinz Prieß
Chapter
Part of the FOM-Edition book series (FOMEDITION)

Zusammenfassung

1952 veröffentlichte Harry Markowitz einen bahnbrechenden Aufsatz, der das Wertpapiergeschäft nachhaltig prägen sollte. Seither haben die Ergebnisse der Finanzmarktforschung die Art und Weise, wie Wertpapieranlagen beurteilt und Anlageentscheidungen getroffen werden, fundamental verändert. Die moderne Portfoliotheorie kann daher als eine erfolgreiche ökonomische Theorie angesehen werden. Aber selbst solch ein ausgeklügeltes und komplexes Modell kann das Verhalten der Finanzmärkte nicht adäquat erfassen. Der Praxistest fällt daher – obwohl zigfach Grundlage in der Anlageberatung deutscher Banken – oft unbefriedigend aus: Die Portfoliotheorie bezieht ihre Reputation eher aus der mathematischen Formulierung als aus ihrer empirischen Validität. Die Verfasser dieses Beitrags schlagen die Theorie des Gewinnvorbehalts von Prof. Dr. H. Koch vor, ursprünglich entwickelt für die Unternehmenstheorie, und übertragen dieses Modell auf den Anlageberatungsprozess.

Literatur

  1. Albrecht, P., & Maurer, R. (2008). Investment- und Risikomanagement – Modelle, Methoden, Anwendungen (3. Aufl.). Stuttgart.Google Scholar
  2. Baetge, J. (1989). Die Ergebnisse der empirischen Bilanzforschung als Grundlage für die Entwicklung eines kennzahlenorientierten Controlling-Konzeptes. In W. Delfmann (Hrsg.), Der Integrationsgedanke in der Betriebswirtschaftslehre (S. 51–71). Wiesbaden.CrossRefGoogle Scholar
  3. Berk, J., & DeMarzo, P. (2011). Grundlagen der Finanzwirtschaft – Analyse, Entscheidung und Umsetzung. München.Google Scholar
  4. Brealey, R. A., Myers, S. C., & Allen, F. (2011). Principles of corporate finance – global edition (10. Aufl.). New York.Google Scholar
  5. Breuer, W., Gürtler, M., & Schuhmacher, F. (2010). Portfoliomanagement I – Grundlagen (3. Aufl.). Wiesbaden.Google Scholar
  6. Fischer, T. R. (1986). Entscheidungskriterien für Gläubiger. Diss. Wiesbaden.CrossRefGoogle Scholar
  7. Gräfer, H., Schiller, B., & Rösner, S. (2014). Finanzierung – Grundlagen, Institutionen, Instrumente und Kapitalmarkttheorie (8. Aufl.). Berlin.Google Scholar
  8. Hull, J. C. (2014). Risikomanagement – Banken, Versicherungen und andere Finanzinstitutionen (3. Aufl.). Hallbergmoos.Google Scholar
  9. Jakob, R., & Nickel, H. (2013). Anlageberatung im Privatkundengeschäft von Kreditinstituten. In R. Tilmes, R. Jakob & H. Nickel (Hrsg.), Praxis der modernen Anlageberatung (S. 19–67). Köln.Google Scholar
  10. Koch, H. (1977). Die Theorie des Gewinn-Vorbehalts als ungewißheitstheoretischer Ansatz. Zeitschrift für die gesamte Staatswissenschaft/Journal of Institutional and Theoretical Economics, 133(2), 305–321.Google Scholar
  11. Koch, H. (1996). Theorie des Gewinnvorbehalts: Unternehmenssicherung durch Vorsorge für unerwartete Krisen. Wiesbaden.Google Scholar
  12. Markowitz, H. M. (1952). Portfolio selection. The Journal of Finance, 7(1), 77–91.Google Scholar
  13. Markowitz, H. M. (1991). Portfolio Selection – efficient diversification of investments (2. Aufl.). Cambridge, Oxford.Google Scholar
  14. May, S. (2012). Portfoliotheoretische Grundlagen der Wertpapierberatung. Arbeitsberichte – Working Papers, 22/2012, 1–27.Google Scholar
  15. Prieß, K.-H. (1988). Devisentermingeschäfte und Jahresabschlußzwecke – dargestellt am Beispiel von Aktienbanken. In Europäische Hochschulschriften. Reihe V, Volks- und Betriebswirtschaft, Bd. 882. Frankfurt am Main, Bern, New York, Paris.Google Scholar
  16. Rehkugler, H., Voigt, M., Kraus, B., & Otterbach, A. (1992). Die Qualität der Anlageberater. Die Bank, 6(1), 316–322.Google Scholar
  17. Schneider, S. (2011). Anlagestrategie – Diversifikation allein reicht nicht. Bankmagazin, 2011(1), 42–44.CrossRefGoogle Scholar
  18. Schöning, S., & Nolte, B. (2013). Demografischer Wandel: Beschäftigung älterer Mitarbeiter (wieder) im Fokus von Kreditinstituten. In M. Göke & T. Heupel (Hrsg.), Wirtschaftliche Implikationen des demografischen Wandels – Herausforderungen und Lösungsansätze (S. 253–268). Wiesbaden.CrossRefGoogle Scholar
  19. Steiner, M., & Bruns, C. (2012). Wertpapiermanagement – Professionelle Wertpapieranalyse und Portfoliostrukturierung (10. Aufl.). Stuttgart.Google Scholar

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH, ein Teil von Springer Nature 2019

Authors and Affiliations

  1. 1.DortmundDeutschland
  2. 2.MünsterDeutschland

Personalised recommendations