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Inklusion und Intersektionalität als menschenrechtlicher Anspruch an „Eine Hochschule für Alle“

  • Lars BruhnEmail author
  • Jürgen Homann
Chapter
Part of the Prekarisierung und soziale Entkopplung – transdisziplinäre Studien book series (PSETS)

Zusammenfassung

Was bedeutet Inklusion und wie stellt sich dies im Hochschulraum dar? Reicht es, Inklusion als Anforderung an Strukturen zu verstehen oder sind gerade im Bildungsbereich nicht ebenso die Inhalte angesprochen, die hier generiert und vermittelt werden? Ausgehend von einem menschenrechtlichen Verständnis verdeutlichen die Autoren, dass Inklusion auf der Grundlage des egalitären Charakters von Menschenrechten intersektional gedacht werden muss, um Differenz in ihrer Mehrdimensionalität anzuerkennen und Prozesse der Exklusion zu vermeiden. Es wird verdeutlicht, dass Inklusion neben strukturellen Erfordernissen daher auch auf inhaltlicher Ebene zu beachten ist. Sollen Räume inklusiv sein – und das heißt: für Alle offen, antihierarchisch und antidiskriminatorisch –, gilt es, den Perspektiven Marginalisierter zentrale Bedeutung beizumessen.

Schlüsselwörter

Inklusion Hochschule Diversity Intersektionalität Behinderung Teilhabe Partizipation 

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Copyright information

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Authors and Affiliations

  1. 1.Zentrum für Disability Studies und TeilhabeforschungEvangelische Hochschule für Soziale Arbeit & DiakonieHamburgDeutschland

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