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„Ich habe nicht das Gefühl, dass ich jetzt über mehr interkulturelle Kompetenz verfüge.“ Migrationspädagogische Lehre zwischen Erwartungen und Ansprüchen

  • Ayça PolatEmail author
Chapter
Part of the Prekarisierung und soziale Entkopplung – transdisziplinäre Studien book series (PSETS)

Zusammenfassung

Auch wenn Fragen und Folgen von Migration immer häufiger als fester Bestandteil erziehungswissenschaftlicher Studiengänge wahrgenommen werden können und sich dazu Lehrangebote etabliert haben, sind hinsichtlich der inhaltlichen Ausrichtung und dem Professions- sowie Kompetenzverständnis, die vermittelt werden sollen, große Unterschiede feststellbar. Erziehungswissenschaftliche bzw. sozialarbeitswissenschaftliche Lehrveranstaltungen werden viel häufiger als in anderen Berufsdisziplinen mit der Frage nach dem Verhältnis zwischen dem in der Lehre vermittelten Wissen und seiner Anwendbarkeit für die berufliche Praxis konfrontiert. Der Beitrag beschäftigt sich mit zentralen Inhalten, Fragestellungen und Zielen migrationspädagogischer Hochschullehre und formuliert handlungsleitende Empfehlungen zur Ausgestaltung einer diversitätsbewussten und diskriminierungskritischen Hochschullehre.

Schlüsselwörter

Differenz- und Ungleichheitsverhältnisse Diversitätsbewusst Diskriminierungskritisch Macht bzw. Herrschaftsstrukturen Professionsverständnis Migrationsgesellschaftliche Professionalisierung Zugehörigkeitsverhältnisse Kritisch-reflexive Auseinandersetzung Selbstreflexion Rassismus-Kritik Irritationen von Normalisierungspraxen 

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Authors and Affiliations

  1. 1.Fachbereich Soziale Arbeit und GesundheitFachhochschule KielKielDeutschland

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