Advertisement

Alles nur Diskurs ?

Zum Verhältnis von Geschlecht und Herrschaft und dessen Wandel in der frühneuzeitlichen „Gynäkokratie“-Debatte
  • Claudia Opitz-Belakhal
Chapter
Part of the Geschlecht und Gesellschaft book series (GUG, volume 73)

Zusammenfassung

Die Frage, wie öffentliche Redeweisen, also Diskurse, und Geschlechterverhältnisse zusammenhängen, ist eine Kernfrage (nicht nur) der historischen Geschlechterforschung, sie steht auch schon lange im Zentrum der Beschäftigung mit der ‚Querelle des femmes‘ als gleichsam vor-moderner Geschlechterdebatte. Denn diese galt von alters her in ihrer Argumentationsweise als redundant und repetitiv, als – vor allem im Hinblick auf die Herstellung von Geschlechtergleichheit – wenig erfolgreich und daher letztlich als wissenschaftlich eher uninteressant. Mittlerweile jedoch haben sich hier die Auffassungen gewandelt.

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Literatur

  1. Agrippa von Nettesheim, Henricus Cornelius. 1529. De Nobilitate & Praecellentia Foeminei sexus ad Margaretam Augustam Austriacorum & Burgundiorum Principem …, Antverpiae; Zitiert aus der deutschen Übersetzung: ders., Vom Adel und Fürtreffen Weibliches geschlechts, ed. u. kommentiert von Jörg Jungmayr, in: Gössmann, Elisabeth. 1988. Ob die Weiber Menschen seyn, oder nicht ? 53 – 95. München: Hueber.Google Scholar
  2. Burckhardt, Andreas. 1967. Johannes Basilius Herold. Kaiser und Reich im protestantischen Schrifttum des Basler Buchdrucks um die Mitte des 16. Jahrhunderts. Basel, Stuttgart: Helbing Lichtenhahn Verlag.Google Scholar
  3. Bodin, Jean. 1986. Sechs Bücher über den Staat/Jean Bodin. Übers. u. mit Anm. vers. von Bernd Wimmer. Hrsg. von P. C. Mayer-Tasch. München: Beck.Google Scholar
  4. Bock, Gisela, und M. Zimmermann. 1997. Jahrbuch für Frauenforschung 1997: Die europäische Querelle des Femmes: Geschlechter-Debatten seit dem 15. Jahrhundert. Stuttgart, Weimar: Wetzlar.Google Scholar
  5. Cosandey, Fanny. 1996. La Reine de France. Symbole et pouvoir, 20 – 54. Paris: Gallimard, Bibliothèque des Histoires.Google Scholar
  6. Davis, Natalie Zemon. 1986. Die Geister der Verstorbenen, Verwandtschaftsgrade und die Sorgen um die Nachkommen. Veränderungen des Familienlebens in der frühen Neuzeit In Frauen und Gesellschaft am Beginn der Neuzeit: Studien über Familie, Religion und die Wandlungsfähigkeit des sozialen Körpers, 19 – 51. Berlin: Wagenbach.Google Scholar
  7. Fonte, Moderata. 1600. Das Verdienst der Frauen: warum Frauen würdiger und vollkommener sind als Männer/Moderata Fonte. 2001. Nach der italienischen Ausgabe von 1600 erstmals vollständig übersetzt und erläutert sowie herausgegeben von Daniela Hacke. München: Beck.Google Scholar
  8. Gössmann, Elisabeth. 2000. Eva – Gottes Meisterwerk. Bd.2, 2. überarbeitete und erweiterte Auflage, 45 – 113. München: Iudicium.Google Scholar
  9. Hanley, Sarah. 1997. La loi salique. In Encyclopédie politique et historique des femme, Hrsg. Christine Fauré, 11 – 30. Paris: PUF.Google Scholar
  10. Jordan, Constance. 1987. Woman’s Rule in Sixteenth-Century British Political Thought. Renaissance Quarterly 40.1: 421 – 451.CrossRefGoogle Scholar
  11. Kelly-Gadol, Joan. 1989. Gab es die Renaissance für Frauen ? In Männer Mythos Wissenschaft. Grundlagentexte zur feministischen Wissenschaftskritik, Hrsg. B. Scheffer- Hegel, und B. Watson-Franke, 33 – 63. Pfaffenweiler: Centaurus-Verlags-Gesellschaft.Google Scholar
  12. Kleinau, Elke. 1999. Diskurs und Realität. Zum Verhältnis von Sozialgeschichte und Diskursanalyse. In Geschlecht hat Methode. Ansätze und Perspektiven in der Frauen- und Geschlechtergeschichte, Hrsg. V. Aergerter et al., 31 – 48. Zürich: Chronos.Google Scholar
  13. Koch, Elisabeth. 1991. Maior dignitas est in sexu virili: das weibliche Geschlecht im Normensystem des 16. Jahrhunderts, 179 – 190. Frankfurt a. M.: Klostermann.Google Scholar
  14. Kuper, Michael. 1994. Agrippa von Nettesheim. Ein echter Faust. Berlin: Zerling.Google Scholar
  15. Law, John. 1990. Der Fürst. In Der Mensch der Renaissance, Hrsg. Eugenio Garin, 21 – 48. Frankfurt a. M., New York: Campus-Verl. – Paris: Ed. de la Maison des Sciences de l’Homme.Google Scholar
  16. Lebe, Reinhard. 1998. Ein Königreich als Mitgift. Heiratspolitik in der Geschichte. Stuttgart: Dt. Verl.-Anst.Google Scholar
  17. Machiavelli, Nicolo. Der Fürst. Aus dem Italienischen übertragen von Friedrich Blaschke, 1980. Leipzig: VMA-Verlag.Google Scholar
  18. Nassiet, Michel. 2000. Parenté, Noblesse et états dynastiques XVe – XVIe siècles. Paris: Editions de l’Ecole des Hautes Etudes en Sciences Sociales.Google Scholar
  19. Newman, Barbara. 1995. The Case of Cornelius Agrippa. In From Virile Woman to WomanChrist: Studies in Medieval Religion and Literature. 224 – 243. Philadelphia: University of Pennsylvania Press.Google Scholar
  20. Nolde, Dorothea. 2003. Gattenmord: Macht und Gewalt in der frühneuzeitlichen Ehe. Köln, Weimar, Wien: Böhlau.Google Scholar
  21. Offen, Karen. 2017. Debating the Woman Question in the French Third Republic, 1870 – 1920. Cambridge: Cambridge University Press.Google Scholar
  22. Opitz-Belakhal, Claudia. 1995. Streit um die Frauen ? Die frühneuzeitliche „Querelle des femmes“ aus sozial- und frauengeschichtlicher Sicht. Historische Mitteilungen 8: 15 – 27.Google Scholar
  23. Opitz-Belakhal, Claudia. 2006. Das Universum des Jean Bodin. Staatsbildung, Macht und Geschlecht im 16. Jahrhundert. Frankfurt a. M., New York: Campus-Verlag.Google Scholar
  24. van der Poel, Marc. 1997. Cornelius Agrippa. The Humanist Theologian and his Declamation. Leiden, New York, Köln: Brill.Google Scholar
  25. Schiefer, Valeria Ferrari. 2000. Lucretia Marinella (1571 – 1653). Die Schönheit der Frau, Abglanz des Göttlichen. In Eva – Gottes Meisterwerk, Bd.2, 2. überarbeitete und erweiterte Auflage. Hrsg: E. Gössmann, 45 – 113. München: Iudicium.Google Scholar
  26. Valerius, Robert. 2001. Weibliche Herrschaft im 16. Jahrhundert. Die Regentschaft Elisabeths I. zwischen Realpolitik, Querelle des femmes und Kult der Virgin Queen, Diss. Hamburg 2001.Google Scholar
  27. Wunder, Heide. 1997. Herrschaft und öffentliches Handeln von Frauen in der Gesellschaft der Frühen Neuzeit Frauen in der Geschichte des Rechts. In Frauen in der Geschichte des Rechts. Von der Frühen Neuzeit bis zur Gegenwart, Hrsg. U. Gerhardt, 27 – 54. München: Beck.Google Scholar
  28. Zeeden, Ernst Walter. 1980. Hegemonialkriege und Glaubenskämpfe 1556 – 1648. Berlin: Propyläen-Verl.Google Scholar

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH, ein Teil von Springer Nature 2019

Authors and Affiliations

  1. 1.Universität BaselBaselSchweiz

Personalised recommendations