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Rekontextualisierung als Konzept zur Erweiterung der analytischen Perspektive und der forschungspraktischen Operationalisierung von Educational Governance

  • Cristian D. Magnus
Chapter
Part of the Educational Governance book series (EDUGOV, volume 43)

Zusammenfassung

Das Konzept der Rekontextualisierung ermöglicht, das koproduktive Zusammenhandeln von Akteur innen im Zusammenhang mit den auf sie einwirkenden Steuerungsimpulsen und Handlungslogiken im Bildungssystem auf Grundlage ihrer situativen Strukturen vor Ort zu analysieren. Die daraus resultierenden Erkenntnisse erlauben es, Handlungsprozesse systematisch zu erfassen. Somit kann Rekontextualisierung als Erweiterung der analytischen Governance-Perspektive verstanden werden, die auch eine konkrete forschungspraktische Operationalisierung mit Blick auf das Zusammenwirken von Subjekten und Institutionen stützt. Im folgenden Beitrag wird darauf eingegangen, was unter dem Konzept der Rekontextualisierung zu verstehen ist und wie es sich in die Perspektive der Educational Governance (EG) einreiht. Der Beitrag zieht zur Veranschaulichung der Ausführungen auch die Ergebnisse einer empirischen Studie zu Projektmanagement in Hochschulen heran, die sich insbesondere den Rekontextualisierungsprozessen von Projektleiter innen in Hochschulen widmete.

Schlüsselbegriffe

Educational Governance Akteurstheorie Projektmanagement Rekontextualisierung Mehrebenensystem 

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Authors and Affiliations

  1. 1.HeidelbergDeutschland

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