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Industrielle Erzeugnisse

  • Ralf Witthohn
Chapter

Zusammenfassung

Eine bei 80 Bio. US‐Dollar liegende Weltjahresproduktion ist ohne Seetransport und die massenhafte Versorgung mit Rohstoffen undenkbar. Importierte Erze werden zu Stahl, Kupfer, Zink und Aluminium verhüttet, diese zu hochwertigen industriellen Erzeugnissen veredelt, von denen wiederum ein großer Teil exportiert wird. Weltweit wurden 2016 1,63 Mio. t Rohstahl produziert, davon 1,13 Mio. t in Asien. Die Länder der Europäischen Union haben einen Anteil von 10 %, Japan von 6,4 %. Knapp die Hälfte der gesamten Rohstahlerzeugung erfolgt in China, das durch subventionierte Preise für ein starkes Marktungleichgewicht und sinkende Anteile von Europa, Afrika, Nord‑ und Südamerika sowie Südkorea gesorgt hat. Bei einem hohen Eigenverbrauch exportiert China Stahlprodukte in die ganze Welt. Die vorzugsweise Errichtung von Stahlwerken an Hafenstandorten erleichtert die Versorgung mit Erz, Kohle und Koks sowie die Abfuhr der Stahl‑ und Nebenprodukte wie Gips durch die Schifffahrt.

Kleinere Partien Stahl gehören zum täglichen Transportgeschäft von Küstenfrachtern. Besonders nach dem Zweiten Weltkrieg stellte die deutsche Küstenschifffahrt einen wichtigen, von Familienbetrieben aufrecht erhaltenen Wirtschaftszweig dar, der Dutzenden von kleinen und mittleren Werften über Jahrzehnte Beschäftigung sicherte, bis er durch Lkw‐Verkehr und Containerisierung seine Bedeutung verlor. Für Küstenmotorschiffe blieben, abgesehen von der Container‐Feeder‐Fahrt, Nischen vor allem im Massenguttransport, in der Projektfahrt, im kombinierten See/Binnen‐Einsatz und in der Inselversorgung.

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© Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH, ein Teil von Springer Nature 2019

Authors and Affiliations

  1. 1.Schiffdorf-SpadenDeutschland

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